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Birnensorten für den Garten

Birnensorten für den Garten

Die Birne ist eine edle Frucht. Wenn sie zur richtigen Zeit gegessen wird, ist sie ein Genuss: zartschmelzendes saftiges Fruchtfleisch mit angenehmer Süße. Sowohl zum Frischverzehr als auch als Dörrobst ist die Birne geeignet. Der Anbau von Birnen wird schon seit über 5000 Jahren betrieben.

Birnen sind wärmebedürftiger als Äpfel. Optimale Fruchtqualitäten mit gutem, sortentypischem Geschmack entstehen nur an warmen Standorten auf Quittenunterlagen. Im Hausgarten bevorzugt Quittentypen A, Adams oder der etwas kalktolerantere BA 29, hingegen ist Quitte C zu schwachwüchsig. Birnen blühen früher als Äpfel, es besteht Gefahr von Frostschäden an den Blüten. In rauerem Klima sollen sie an geschützten Standorten, z. B. Wandspalier, stehen. Sie sind meist diploid.

Hinweis:
Gegen Birnengitterrost gibt es keine resistenten Sorten (auch nicht in Sicht). Der Befallsgrad hängt vom Vorhandensein und dem Abstand zu den Zwischenwirten ab. Zwischenwirte sind diverse halbhohe Wacholderarten. In Hausgärten ist daher mit starkem Befall zu rechnen. In Streuobstanlagen, die entfernt von Siedlungen liegen, tritt Birnengitterrost meist weniger stark auf. Ältere Sorten können ebenso wie Neuzüchtungen befallen werden. Der Befall wird verstärkt durch regenreiche Monate April und Mai.

Frühe Sorten eignen sich nur für den Sofortverzehr. Da die Früchte werden schnell weich werden, sollte man sie daher knapp reif ernten, wenn die Grundfarbe von grün nach gelbgrün wechselt.
Lagerfähig bis etwa Dezember sind nur späte Sorten mit einer Reife ab Oktober.

Bilder und Text: © Bayerische Gartenakademie an der LWG Veitshöchheim, mit freundlicher Genehmigung
http://www.lwg.bayern.de/gartenakademie/gartendokumente/wochentipps/262882/index.php

Rosen richtig pflanzen

Rosen richtig pflanzen

Eine Rosenpflanzung ist auf viele Jahre angelegt und bedarf daher gründlicher Vorbereitung:
Neben der Sortenwahl ist die Bodenvorbereitung und die richtige Pflanztechnik Voraussetzung für gesundes Wachstum.

Rosen im Container oder wurzelnackt

Rosen werden sowohl im Topf (Container) als auch ohne Erdballen (wurzelnackt) angeboten.

Wurzelnackte Rosen

Wurzelnackte Rosen sind fast um die Hälfte günstiger als Containerrosen; ihr Kauf lohnt sich daher vor allem bei größeren Stückzahlen. Allerdings ist die Pflanzzeit auf Herbst und Frühjahr beschränkt. Außerdem können Blüte und Belaubung beim Kauf nicht begutachtet werden.

Wurzelnackte Rosen dürfen auf keinen Fall längere Zeit mit offenen Wurzeln herumliegen. Entweder werden sie sofort gewässert und gepflanzt oder bis zur Pflanzung eingeschlagen. Dazu legt man die Pflanzen in eine flache Furche und deckt die Wurzeln mit Erde zu.

Containerrosen

Containerrosen sind teurer, dafür können sie fast ganzjährig, auch in voller Blüte gepflanzt werden.

Pflanzzeit

Pflanzzeit für wurzelnackte Rosen ist von Mitte Oktober bis Ende März, solange der Boden „offen“, d.h. noch nicht oder nicht mehr durchgefroren ist (gelegentliche Nachtfröste sind dabei nicht von Bedeutung). Besonders im Herbst ist der Anwachserfolg hoch: Der Boden ist vom Sommer noch warm und ausreichend Niederschläge sorgen dafür, dass sich rasch neue Wurzeln bilden.

Containerrosen können außer bei Frost und großer Hitze ganzjährig gepflanzt werden – auch während der Blüte. Besonders gut wachsen Containerrosen im Mai, Juni und September an, vorausgesetzt sie werden ausreichend mit Wasser versorgt.

Bei der Pflanzung im Herbst und Winter ist bei Dauerfrost durch Abdecken mit Fichtenzweigen für einen Schutz vor der Wintersonne zu sorgen.

Standortansprüche

Rosen lieben einen sonnigen, luftigen Standort, einige Sorten (z.B. ‘New Dawn’, ‘The Fairy’) gedeihen auch gut im lichten Schatten. Wurzeldruck und Tropfenfall unter Sträuchern und Bäumen vertragen sie dagegen genauso schlecht wie den Hitzestau vor einer Südwand oder Zugluft.

Der Boden sollte vor allem nährstoffreich, durchlässig und locker sein. Ideal sind gut belüftete und mit Humus versorgte Lehmböden.

Ungeeignet als Standort sind Flächen, auf denen längere Zeit Rosen oder andere Vertreter der Familie der Rosengewächse (z.B. Apfel, Zierquitte, Feuerdorn) standen. In diesem Fall ist der Boden „rosenmüde“ und muss entweder großzügig ausgetauscht (mindestens 50 x 50 x 50 cm tief) oder ein anderer Pflanzplatz gefunden werden.

Beetvorbereitung

Die Beetfläche wird zunächst gründlich von Unkraut gesäubert. Das gilt insbesondere für Wurzelunkräuter wie Quecke und Giersch. Dabei sollte man sich gleich vergewissern, dass das Erdreich ausreichend locker ist: Rosen sind Tiefwurzler und nehmen Verdichtungen im Boden übel. Besonders in neu angelegten Gärten findet man häufig durch Baufahrzeuge verdichtete Schichten, die unbedingt mit dem Spaten oder der Grabegabel gelockert werden müssen (mindestens 40 bis 50 cm tief). Bei der Gelegenheit sollten schwere Lehmböden gleich mit Sand vermischt und gelockert werden. Sandige Böden werden durch die Beigabe von Bentonit (Sandbodenverbesserer) bindiger und können mehr Wasser und Nährstoffe speichern.

Eine Düngung ist frühestens im kommenden Jahr nötig, wenn die Rose eingewurzelt ist und kräftig wächst.

Rosen pflanzen

Wurzelnackte Rosen

 

Erster Schritt ist ein Pflanzschnitt: Dazu werden alle schwachen und abgebrochenen Triebe ganz entfernt, die verbleibenden Triebe auf eine Länge von ca. 20 cm eingekürzt und die Wurzeln wenige cm abgeschnitten. Anschließend stellt man die Rosen für einige Stunden in einen Eimer mit Wasser.

Das Pflanzloch wird ungefähr 40 cm tief ausgegraben, die Sohle zusätzlich gelockert. Die Rose kommt so in das Pflanzloch, dass die Wurzeln gerade herunterhängen. Die verdickte Veredelungsstelle zwischen Wurzelhals und grünen Trieben liegt 8 bis 10 cm unter der Erdoberfläche. Damit ist die Rose ausreichend vor Frost und Trockenschäden geschützt (das früher übliche „Anhäufeln“ ist bei dieser Pflanzweise nicht unbedingt erforderlich).
Anschließend wird der Aushub wieder eingefüllt (grobe Schollen zerkleinern und mit Sand und Humus mischen), die Rose dabei immer wieder gerade gerichtet.

Ist das Pflanzloch voll, drückt man die angefüllte Erde einmal ringsherum mit dem Spaten seitlich an die Rosenwurzeln. Es genügt ein sanfter Druck, die Erde sollte nur angedrückt, nicht verdichtet werden. Zusätzlich wird die Rose mit Wasser aus der Gießkanne eingeschlämmt. Der Strahl wird dabei direkt auf die Pflanzstelle gerichtet. Ein bis zwei Gießkannen reichen, damit sich die Erde endgültig setzt. Das anschließende Anhäufeln der Triebe mit Erde (ca. 30 cm hoch) ist ein zusätzlicher Verdunstungsschutz. Die Rosen wachsen besser an.

Containerrosen

Bei Containerrosen beschränkt sich der Pflanzschnitt auf das Entfernen abgebrochener oder abgestorbener Triebe. Die Rose wird zunächst für einige Minuten in einen Wassereimer getaucht bis keine Luftblasen mehr aufsteigen und anschließend ausgetopft. Ist der Topfballen stark verwurzelt, muss der Wurzelfilz zunächst mit einem scharfen Messer gelockert werden. Nur so kann die Rose schnell neue Faserwurzeln bilden.

Das Pflanzloch sollte etwa doppelt so breit und tief wie der Topfballen sein. Auch bei Containerrosen liegt die Veredlungsstelle (sie befindet sich meist an der Topfoberfläche) nach dem Pflanzen 8 bis 10 cm unter der Erdoberfläche. Andrücken und Angießen erfolgt wie bei wurzelnackten Rosen beschrieben. Das Wässern sollte besonders bei Frühjahrs- und Sommerpflanzung wöchentlich wiederholt werden: Ist der Topfballen erst einmal ausgetrocknet, nimmt er nur schwer wieder Wasser an.
Das Anhäufeln der Rosen mit Erde als Winterschutz ist in den ersten Jahren zu empfehlen. Bei älteren, unempfindlichen Rosensorten reicht dann ein Abdecken mit Fichtenzweigen.

Stammrosen

Auf Stämmchen veredelte Rosen werden sowohl im Container als auch wurzelnackt angeboten. Die Pflanzweise ähnelt im Großen und Ganzen der der niedrigen Rosen. Das gilt es aber zu beachten:

  1. Rosenstämme müssen zeitlebens gestützt werden. Schlagen Sie also zunächst einen Pfahl in das Pflanzloch, an dem der Stamm nach dem Pflanzen festgebunden werden kann.2. Bei Stammrosen befindet sich die Veredlungsstelle direkt unterhalb der Krone. Am Stammfuß sitzt eine weitere Verdickung, die sogenannte „Zapfenschnittstelle“. Die Stammrose wird so gepflanzt, dass die Zapfenschnittstelle ca. 10 cm über der Erdoberfläche bleibt.

    3. Binden Sie den Rosenstamm etwas unterhalb der Krone mit einem Kokosstrick an.

    4. Als Winterschutz wird die Krone mit Vlies eingepackt, wobei das Vlies unterhalb der Veredelungsstelle zusammengebunden wird.

Bilder und Text: © Bayerische Gartenakademie an der LWG Veitshöchheim, mit freundlicher Genehmigung
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Der Garten im Herbst – Pflege der Stauden und Gehölze

Der Garten im Herbst – Pflege der Stauden und Gehölze

Zum Ende des Gartenjahres erfreuen uns noch späte Blüten von Astern, Rosen und Sommerblumen. Der Herbst kündigt sich mit den ersten leuchtenden Blattfarben an. Dann ist es an der Zeit, an den Schutz empfindlicher Pflanzen zu denken. Viele Stauden und Gehölze müssen auf den Winter vorbereitet werden.

Schutz vor Winterfeuchtigkeit

Einige winterharte Stauden und Gräser sind Steppenbewohner aus Klimabereichen mit trockenen Wintern. Diese Pflanzen leiden bei uns oft unter winterlicher Nässe. Bei ungünstiger Witterung verfaulen die Überwinterungssprosse sehr leicht. Besonders gefährdet sind z. B. Pampasgras (Cortaderia selloana), Fackellilie (Kniphofia spec.) und Palmlilie (Yucca filamentosa).

Hier sollte der Blattschopf im oberen Drittel vor dem Wintereinbruch zusammengebunden werden. Um die Pflanze ist eine ca. 20 bis 30 cm dicke Schicht aus trockenem Laub oder feinem Rindenhäcksel aufzuschütten. Eine Abdeckung aus Fichtenzweigen o.ä. hält die Schicht zusammen. Damit wird das Eindringen der Feuchtigkeit in den Blattschopf verhindert. Gleichzeitig schützt die Auflage gegen Frostschäden. Bereits beim Pflanzen ist darauf zu achten, dass lehmige Böden durch das Einarbeiten von Sand oder Splitt wasserdurchlässiger werden. Das verhindert Staunässe.

Schutz gegen Wintertrockenheit

Sommergrüne Laubgehölze vermindern ihren Wasserbedarf im Winter drastisch, weil kein Laub mehr vorhanden ist. Bei immergrünen Laub- und Nadelgehölzen ist der Wasserbedarf im Winter höher als bei laubabwerfenden Gehölzen. Damit im Verlauf des Winters bei diesen Pflanzen keine Schäden durch Vertrocknen auftreten, ist hier im Herbst gründlich zu wässern. Das ist besonders in Jahren mit geringen Herbstniederschlägen notwendig. Pro m² Pflanzfläche sind ca. 30 bis 40 Liter Wasser erforderlich, um den Wurzelballen durchdringend zu versorgen. Der beste Zeitpunkt hierzu ist Mitte Oktober.

Zu wässern sind:

Koniferen:
Fichte, Kiefer, Tanne, Eibe, Wacholder, Scheinzypresse, Lebensbaum und Zeder

Immergrüne Laubgehölze:
Rhododendron und andere Moorbeetpflanzen, immergrüne Arten von Schneeball, Felsenmispel, Berberitze, Kirschlorbeer und Buchsbaum

Dankbar für eine Herbstwässerung sind auch immergrüne Schlinger wie Efeu, Immergrünes Geißblatt (Lonicera henryi), Brombeere (Rubus henryi) und Kletternder Spindelstrauch (Euonymus fortunei ssp.). Besonders notwendig ist dies, wenn sich die Pflanzen an der Ostseite eines Gebäudes und damit im Regenschatten befinden.

Frostschutz

Viele wertvolle Gartenpflanzen sind in unseren Klimabereichen nicht ausreichend winterhart. Vor allem in Gebieten mit geringen Schneelagen treten häufig Frostschäden auf, denn der beste Winterschutz ist noch immer eine ausreichend dicke Schneedecke.

Immergrüne Gehölze

Sie sind oft frostempfindlich. Rhododendron und andere Moorbeetpflanzen deckt man deshalb zweckmäßig mit Fichtenreisig ab. Für einen entsprechenden Winterschutz sind auch viele Koniferen dankbar. Dies gilt in besonderem Maße für jüngere Exemplare in den ersten Jahren nach der Pflanzung. Dazu zählen besonders die Zedern und einige Scheinzypressen sowie Thuja-Arten. Auch empfindlichere, immergrüne Laubgehölze wie Felsenmispel, Kalmien, Pieris, Feuerdorn, Schneeball und Berberitzen sollten geschützt werden.

Sommergrüne Gehölze

Sie sind meist ausreichend frostfest. In ungünstigen Lagen sollten jedoch Sommerflieder, Hibiskus, Sorten von Ginster, Buschklee, Bartblume, Schönfrucht und ähnliche Arten eine Abdeckung mit Fichtenzweigen erhalten. Gegen besonders harte Fröste ist eine zusätzliche ca. 20 cm dicke Schüttung mit trockenem Laub im Wurzelbereich zu empfehlen.

Beetrosen

Sie sollten im Herbst auf die Hälfte der Trieblänge zurückgeschnitten werden. Die Pflanzen können dann gut mit Erdreich ca. 15 cm hoch angehäufelt werden. Eine zusätzliche Abdeckung mit Fichtenzweigen empfiehlt sich vor allem bei besonders frostgefährdeten Sorten. Der endgültige Rückschnitt erfolgt erst im Frühjahr kurz vor dem Austrieb.

Strauchrosen

Mehrfach blühende Strauchrosen sind je nach Sorte unterschiedlich frosthart. Meist genügt es, wenn die Veredlungsstelle schon beim Pflanzen ausreichend mit Erdreich bedeckt wird. Empfindliche Sorten werden angehäufelt und im unteren Triebbereich zusätzlich mit Fichtenzweigen bedeckt. Ein regelmäßiger Rückschnitt auf die Hälfte der Trieblänge im Herbst ist nicht erforderlich. Bei nicht veredelten Wildarten kann im Regelfall auf Winterschutzmaßnahmen verzichtet werden.

Hochstammrosen

Sie bereiten besondere Schwierigkeiten bei der Überwinterung. Solange die Stämme ausreichend elastisch sind, sollten diese vor dem Wintereinbruch nach dem Laubfall abgesenkt werden. Die Triebe, einschließlich der Veredelungsstelle, werden dann mit Erde bedeckt. Ältere Pflanzen lassen sich nur sehr schwer abdecken, weil Stamm und Triebe nicht mehr ausreichend biegsam sind. In diesem Fall muss die Krone mit Fichtenzweigen eingebunden werden.

Stauden

Aus wintermilden Gebieten sind ebenfalls für eine leichte Laubdecke im Herbst dankbar. Dies gilt besonders für Gegenden mit geringer Schneeauflage. Zu erwähnen sind hier: Japanische Anemone (Anemone japonica), Sonnenblume (Helianthus atrorubens), Pfahlrohr (Arundo donax)

Rückschnitt bei Stauden und Gräsern

Viele Gartenfreunde sind unsicher, ob sie die Samenstände von Gräsern und Stauden entfernen sollen oder nicht. Bei einigen Stauden kommt es durch Selbstaussaat zu einer unmäßigen Vermehrung und Verdrängung anderer Arten. Wertvolle Sorten können durch solche Sämlinge auch in ihrem Bestand gefährdet werden. Folgende Pflanzen sollten deshalb nach der Blüte zurückgeschnitten werden, um die Samenbildung zu verhindern: Goldrute (Solidago-Hybriden), Lupinen (Lupinus polyphyllus), Telekie (Telekia speciosa), Akelei (Aquilegia spec.), Rittersporn (Delphinium-Sorten), Ligularien (Ligularia spec.), Königskerze (Verbascum spec.), Flammenblume (Phlox paniculata), Palmblatt-Nieswurz (Helleborus foetidus), Schafgarbe (Achillea-Arten), Spornblume (Leutranthus ruber), Staudenglockenblume (Campanula-Arten)

Samenstände

Samenstände können aber auch an Schnee- und Raureiftagen den Garten im Winter schmücken. Hier würde ein Rückschnitt den Verlust dieser Wirkung bedeuten. Deshalb erfolgt, soweit überhaupt erforderlich, ein Rückschnitt erst im Frühjahr. Besonders wertvoll sind: Chinaschilf (Miscanthus sinensis), Herbstaster (Aster spec.), Waldschmiele (Deschampsia cespitosa), Mannstreu (Eryngium spec.), Ballonblume (Physalis franchettii), Strandflieder (Limonium spec.), Lampenputzergras (Pennisetum compressum)

Neben den Früchten der Gehölze bieten die Samenstände von Stauden, wenn diese nicht im Herbst zurückgeschnitten werden, Vögeln eine willkommene Nahrungsquelle. Meist handelt es sich um Stauden mit Wildcharakter, die ohnehin bevorzugt im zeitigen Frühjahr zurückzuschneiden sind, z. B.: Kugeldistel (Echinops spec.), Alant (Inula spec.), Hirse (Panicum virgatum), Distel (Cirsium spec.), Staudensonnenblume (Helianthus atrorubens)

Noch ein Hinweis

Der beste Winterschutz bei Gehölzen und Stauden ist die richtige Standortwahl. Wenn einer Pflanze der Boden nicht zusagt, wenn die Lichtansprüche bei der Artenauswahl nicht berücksichtigt werden oder die Feuchtigkeitsverhältnisse nicht stimmen, ist stets mit einer erhöhten Gefährdung zu rechnen. Dies gilt auch, wenn zu spät oder zu reichlich gedüngt wird.

Bilder und Text: © Bayerische Gartenakademie an der LWG Veitshöchheim, mit freundlicher Genehmigung
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Favoriten der Apfelsorten für den Haus- und Kleingarten

Favoriten der Apfelsorten für den Haus- und Kleingarten

Aus der Vielfalt der zurzeit angebotenen Sorten ist es für den Freizeitgärtner sehr schwer, die richtige Auswahl zu treffen. Die vorliegende Empfehlung soll eine Entscheidungshilfe sein, mit dem Ziel sowohl gut schmeckende als auch relativ robuste, eher problemlose Sorten in den Vordergrund zu stellen.

Diese Liste basiert auf langjährigen Erfahrungen an der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau und berücksichtigt die Verfügbarkeit in den bayerischen Baumschulbetrieben. Natürlich bieten die Fachbetriebe darüber hinaus noch ein breiteres Spektrum an Sorten inklusive lokaler Spezialitäten an.

Beim Obstbaumkauf ist auch auf die verwendete Unterlage, auf die die jeweilige Kultursorte veredelt wird, zu achten. In den kleiner werdenden Hausgärten spielen schwachwachsende Unterlagen eine immer größere Rolle. M27, M9 und M26 sind solche schwachwachsenden Unterlagen für Äpfel. Als Erziehungsformen kommen Busch, Spindel und Spalier in Frage. Sehr platzsparend ist die Spindelerziehung. Diese Baumform besitzt eine dominierende Mittelachse, um die sich die untergeordneten Seitenäste als waagrecht formierte Fruchtäste nach allen Seiten gruppieren. Jungbäume auf schwachen Unterlagen benötigen einen Pfahl und in trockenen Sommern viel Wasser.

Schorfresistente Apfelsorten

Re-Sorten sind resistent gegen Schorf, meist auch Echten Mehltau, zum Teil auch tolerant gegen Feuerbrand. Daneben gibt es weitere schorfresistente Sorten (siehe nachfolgende Tabellen), sowie schorfresistente Säulenäpfel wie ‘Rondo’, ‘Rhapsodie’, ‘Sonate’, ‘Jucunda’.

Eigenschaften

  • Vielseitige Verwendungsmöglichkeit (Frischverzehr, Lageräpfel, Mostobst).
  • Inzwischen guter Geschmack, z. T. ‘Elstar’-Niveau!
  • Manche Sorten leider mit etwas harter Schale.
  • Durch Verzicht auf Fungizidbehandlungen: “Gesundes Obst von gesunden Bäumen”.
  • Sommer- und Herbstäpfel für den Sofortverzehr
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Winter- bzw. Lageräpfel

Kurz lagerfähig

  • ‘Gerlinde’: Reife ab Ende August; kleine bis mittelgroße Frucht mit roten Backen bzw. roten Streifen, regelmäßige und hohe Erträge, sehr guter Geschmack (‘Elstar’-Abkömmling), knackig, süß mit feiner Säure, mittlere Mehltauanfälligkeit, etwas sparriger Wuchs
  • ‘Santana’: Reife Anfang/Mitte September; “schorfresistenter Elstar” aus Holland: würzig, süß-säuerlich, saftig; für bessere Lagerfähigkeit nicht zu spät ernten. Für Allergiker gut verträglich.
  • ‘Rebella’: Reife ab Mitte September; rote Backen bzw. Streifen, süß mit leichter Säure, etwas harte Schale und grobzelliges Fleisch; frühe, hohe, regelmäßige Erträge, kaum Alternanz, sehr zuverlässige Sorte
  • ‘Rubinola’: Reife Mitte September; geschmacklich gute Sorte (süß, leichte Säure, feines Aroma), mittelgroße Frucht, sparriger Wuchs, wenig verzweigt
  • ‘Roter Aloisius’ (‘Titan’): Reife (Mitte)/ Ende September: fast flächig rot-orange gefärbte mittelgroße Frucht mit festem, saftigem Fleisch, Geschmack süß mit feiner Säure und ausgeprägtem Aroma; Erstrag früh, hoch, regelmäßig; Bezug des “Bayernapfels”: www.roter-aloisius.de
  • ‘Florina’: Reife ab Anfang Oktober; dunkelrot und bläulich bereifte Frucht, süß, wenig Säure, bei knapp reifer Pflücke mehr Säure und dann geschmacklich besser, Mehltau möglich. Bevorzugt für ‘Golden Delicious’- oder ‘Jonagold’-Liebhaber.

Gegen Schorf nicht resistente, jedoch geschmacklich gute Sorten

  • ‘Piros’, ‘Galmac’: Reife ab Anfang August; gelbgrün mit roten Streifen, mittelgroße Frucht, mildsäuerlich, fein-aromatisch, süßer als ‘Retina’
  • ‘Alkmene’: Reife ab Anfang September; mittelgroße Frucht, aromatisch, geschmacklich und optisch ähnlich ‘Cox Orange’, aber weniger krankheitsanfällig als dieser.
  • ‘Freiherr von Berlepsch’: Reife ab Ende September; aromatisch, fein säuerlich; bis circa März haltbarer Apfel mit hohem Vitamin-C-Gehalt; Ertrag nicht immer zufriedenstellend
  • ‘Pilot’: Reife ab Anfang Oktober; spätreifend, sehr gut lagerfähig (bis Mai), erst ab Dezember genussreif, leuchtend rot auf gelbgrünem Grund, mittelgroß, süß-säuerlich, aromatisch

Auf sehr anfällige oder im Anbau schwierige Sorten aus dem Erwerbsanbau wie ‘Golden Delicious’, ‘Gala’, ‘Gloster’, ‘Jonagold’, ‘Elstar’, ‘Braeburn’ u.a. sollte im Hausgarten bzw. Streuobstanbau verzichtet werden! Dafür robuste regionale Sorten mit einbeziehen.

Vom Profi
Gartentipp

Reicher Behang am Apfelbaum erfreut erst einmal das Gärtnerherz. Damit aber Qualität und Größe am Ende stimmen, müssen wir uns von einigen Früchten trennen. Welche? Das erklärt Hubert Siegler von der Bayerischen Gartenakademie.

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Empfehlenswerte Beerenobst-Sorten

Empfehlenswerte Beerenobst-Sorten

Empfehlenswerte Beerenobst-Sorten

Beerenobst lässt sich auch in kleinen Gärten gut pflegen. Gerne werden die Beeren als frisches Naschobst verwendet oder verwertet zu Fruchtaufstrichen oder Likören. Johannisbeere und Stachelbeere, Him- und Brombeere sind beliebtes Beerenobst wie auch Erdbeer, Mini-Kiwi und Heidelbeere. Mit den richtigen Sorten macht der Beerengarten Spaß.

Johannisbeere

  • Johannisbeere, rot
  • Johannisbeere, schwarz
  • Jonkher van Tets: Reifezeit Ende Juni bis Anfang Juli; bewährte Sorte, bleibt Standard im Frühsortiment
  • Rolan, Rotet: Reifezeit Mitte Juli; robust und sehr ertragreich, lange Traube
  • Rovada: Ende Juli; robust mit sehr langer Traube und großen Einzelbeeren, regenfest und kann bis September am Strauch hängen bleiben

Stachelbeere: mehltaufeste Sorten sind unabdingbar!

  • Remarka: Reifezeit Anfang bis Mitte Juli; große, weinrote Früchte, mittlere Erträge
  • Redeva: Reifezeit Mitte bis Ende Juli; kleinfruchtig, rot, sehr ertragreich
  • Invicta: Reifezeit Anfang bis Mitte Juli; gelb-grüne, mittel bis groß Früchte; guter bis hoher Ertrag; an manchen Standorten nicht mehr ganz robust => mit Mehltau befallene Spitzen wegschneiden

Besonderheiten:
‘Captivator’ und ‘Spinefree’: fast stachellose, rotfruchtige, relativ mehltaufeste Sorten. Meist sehr reichtragend, gegen Mitte Juli fruchtend und daher kleinere bis mittelgroße Beeren. ‘Rokula’: Reifezeit Anfang Juli, mittelgroße, rote Früchte, Ertrag hoch.

Brombeere

  • Loch Ness: Reifezeit Ende Juli bis Anfang September; dornenlos; Standard wegen des guten Geschmacks und Ertrags; herkömmliche Sorte, d.h. mit langen Ranken
  • Navaho: Reifezeit ab Anfang August bis Ende September; kompakt, aufrecht wachsende Sorte mit kürzeren Ranken, zur Erziehung als Fächerspalier mit geringeren Pflanzabständen (z.B. 1,50 m); dornenlos, großfruchtig mit gutem Geschmack, robust und winterfest

Weitere Sorten: ‘Asterina’, ‘Triple Crown’ (beide dornlos), ‘Choctaw’ (bedornt)

Himbeere

Um den zunehmenden Problemen mit Rutenkrankheiten zu entgehen, kann auf herbsttragende Sorten ausgewichen werden. Sie sind robust, madenfrei, ertragreich und haben mittelgroße Früchte mit ansprechendem Geschmack. Wichtig: Bestand im Februar (vor dem Austrieb) komplett bodennah abschneiden (= einjährige Kultur)!

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