von admin | 12.04.2026 | aktuelles
Die Erweiterung und Sanierung der bestehenden
Vereinsräumlichkeiten als Treffpunkt für alle Generationen wurden
erfolgreich abgeschlossen. Durch die Öffnung des Vereinsheims für
andere Gruppierungen am Ort wird das Angebot an sozialen und
kulturellen Treffpunkten in Harburg erweitert.
Im September begannen die Mitglieder des Obst- und
Gartenbauvereins Harburg mit dem Umbau des Vereinsheims an der
Brünseer Straße. Hauptziel der Maßnahme war die Vergrößerung des
Aufenthaltsraumes, der durch eine alte Laborküche eingeschränkt
war. Diese musste ausgebaut und entsorgt werden. Es folgten
umfangreiche Sanitär- und Elektroarbeiten, ebenso aufwendige
Verputzarbeiten. Ein Neuanstrich, ein neuer Fußboden und selbst
genähte Vorhänge brachten eine hervorragende Aufwertung des
Aufenthaltsraumes. Neue Stühle und Tische wurde termingerecht
geliefert. Auch eine praktische Schiebetüre konnte am Ende noch
eingebaut werden.
Eine neue Vereinsküche wurde im ehemaligen Abstellraum eingebaut.
Die entsprechenden Umbauarbeiten – auch hier Sanitär- und
Elektroarbeiten sowie auch Malerarbeiten – wurden parallel geleistet.
Einer adäquaten Unterbringung des vorhandenen Geschirrs, der Töpfe
und Geräte stand nun nichts mehr im Wege. Für die Sanierung des
Vereinsheims wurden 229 ehrenamtliche Arbeitsstundenstunden von
den Mitgliedern erbracht.
Ein wesentlicher Beitrag zum Gelingen der Umbaumaßnahmen wurde
durch unsere Sponsoren geleistet. Ein großer Dank geht an die Lokale
Aktionsgruppe „Monheimer Alb-AltmühlJura“, die unsere Maßnahme
im Rahmen des LEADER-Kleinprojektefonds „Unterstützung
Bürgerengagement“ förderte. Ebenso danken möchten wir der
Sparkasse Nordschwaben, der Raiffeisen-Volksbank Donauwörth, den
Firmen Seiler, Link und Dollmann. Die Stadt Harburg, die den Umbau
erheblich unterstützte, war immer für alle Fragen offen.
von admin | 12.04.2026 | Wochentipps
Nun sind die Letzten dran – so manches wird jetzt noch zurückgeschnitten. Die Fachleute der Bayerische Gartenakademie geben Tipps, welche Pflanzen sich über einen Rückschnitt im April freuen.
Lavendel und Salbei schneiden
In vielen Gärten stehen vergreiste, stark auseinanderfallende und verholzte Lavendel. Sie wurden nicht jährlich geschnitten. Normalerweise schneidet man nicht in das alte Holz zurück, da die Gefahr besteht, dass der Lavendel nicht mehr austreibt. Doch oft zeigt die Pflanze schon selbst, dass ein Rückschnitt gar nicht schadet. Kleine, junge Triebe wachsen aus den stark verholzten Zweigen. Bis hierhin ist es möglich die Schere anzusetzen. Bei Salbeipflanzen, die schon lange im Garten stehen können Sie ähnlich verfahren.
Normalerweise schneidet man bei Lavendel und Salbei jährlich die neuen Triebe mit dem silbrig-grauen Laub um zwei Drittel bis kurz vor dem Übergang in die verholzte Basis zurück. Ein leicht kugelförmiger Schnitt führt zu einem buschigen Strauch. Probieren Sie es aus: Schneiden Sie beim Salbei nur die Hälfte zurück und lassen die andere wachsen. Diese bildet schon bald Blüten, die sehr gerne von Hummel, Biene und Co. besucht werden. Nach der Blüte wird dann dieser Teil geschnitten.
Schnitt von Bartblume und Blauraute und anderen
Wie auch Lavendel und Heiligenkraut (Santolina) gehören Bartblume (Carypoteris) und Blauraute (Perovskia) zu den sogenannten Halbsträuchern. Sie nehmen eine Zwischenstellung von Staude und Gehölz ein. Sie sind ausdauernde Pflanzen, die unten verholzen, die Zweige der aktuellen Vegetationsperiode jedoch nicht. Neuaustriebe bilden sich aus den holzigen Pflanzenteilen. Die Blüten und Früchte/Samen entstehen an den diesjährigen Trieben. Ganz frosthart sind Halbsträucher nicht und in kalten Wintern sterben die grünen Triebe ab. Jetzt im April sind die strengen Fröste vorbei und es erfolgt der Rückschnitt bis kurz über dem letztjährigen Schnitt. Zum einen werden abgestorbene Teile entfernt und zum anderen verjüngt man die Pflanze, die dann an den jungen und kräftigen Neutrieben schöne Blüten bilden.
Rosen schneiden und korrigieren
In der Hochblüte der Forsythie ist noch Zeit die Rosen zu schneiden. Dass sie schon ausgetrieben haben, ist kein Problem. Auch wenn der eigentliche Rosenschnitt vielleicht schon ein paar Wochen zurück liegt, sind jetzt Korrekturen möglich. Nicht selten sind Rindenschäden in Form dunkler oder silberfarbener Flecke erkennbar. Befallene Triebe werden entfernt, um einem weiteren Befall vorzubeugen. Vielleicht stehen die Rosentriebe noch u dicht. Auch das Auslichten ist problemlos möglich.
Pfirsiche schneiden
Ein jährlicher starker Rückschnitt des Pfirsichbaumes fördert die ständige Neubildung von Fruchttrieben und verhindert gleichzeitig das Vergreisen der Krone. Der Pfirsich verträgt einen Schnitt während der Blüte. Zu diesem Zeitpunkt sind die einzelnen Triebarten am besten zu erkennen und die Wundverheilung erfolgt zügig. Holztriebe sind lange, kräftige Triebe, die ausschließlich Blattknospen entwickeln. Sie braucht man für die Trieberneuerung und schneidet sie auf ein bis drei Augen zurück. „Wahre Fruchttriebe“ sind ebenfalls kräftige Langtriebe, die bei den Blattknospen auch Blütenknospen stehen haben. Hier kürzt man ein, dass etwa vier bis sechs Knospenansätze stehen bleiben. Ganz weggeschnitten oder bis auf maximal zwei Augen eingekürzt werden „falsche Fruchttriebe“, die nur Blüten(knospen) besitzen. Gute Früchte entstehen an Kurztrieben an mehrjährigem Holz, die an der Spitze Blütenknospenbüschel stehen haben. Es sind die sogenannten Bukett-Triebe, die nicht geschnitten werden. Aber auch nach der Blüte ist ein Schnitt möglich, da sich dann der Fruchtbehang einschätzen lässt.
Und was noch?
Grundsätzlich können Sie noch weiterhin alles Kranke von Sträuchern und Bäumen wegschneiden. Auch mögliche Frostschäden können Sie problemlos entfernen, damit die Pflanze kräftig weiterwächst.
Nach der Blüte lichten Sie frühlingsblühende Sträucher wie Forsythie, Ranunkelstrauch und andere aus. Dabei entfernt man alte und schwache Triebe bodennah. Dies fördert die Vitalität des Gehölzes und die Blüte im nächsten Jahr.
Auch der Sommerflieder oder Schmetterlingsstrauch (Buddleja davidii) erhält nun seinen jährlichen Schnitt. Durch die Stärke des Rückschnitts kann die Blütezeit variieren. Besonders große Blüten bilden sich an kräftigen Peitschentrieben. Bei einem geringen Rückschnitt und somit vielen Kurztrieben bleiben die Blütenrispen kleiner.
von admin | 23.03.2026 | Wochentipps
Noch sind sie oft klein und unscheinbar, doch bald wachsen sie und beherrschen den Garten. Für die einen ist es ein Horrorszenario aus zu bekämpfenden Unkräutern, während andere sich über schmackhafte Wildkräuter freuen und diese aufessen. Wichtig ist das Wissen um die ungeliebten Kräuter, machen die Fachleute der Bayerischen Gartenakademie aufmerksam.
Tag des Unkrautes
Was gibt es nicht alles für Ehrentage…. So ist der 28. März weltweit der Ehrentag des Unkrautes. Seit 2023 gibt es diesen Tag, der Pflanzen in den Mittelpunkt setzt, die spontan auftauchen über Samenpotential im Boden oder über Zuflug erscheinen. Je nach eigenem Ansinnen gibt es Unkräuter, Beikräuter, unerwünschte Kräuter, Wildkräuter….. Sie können sehr lästig sein, tragen aber auch zur Biodiversität in Gärten bei.
Wildkräuter in Zaum halten
Trotz kalter und frostiger Temperaturen, auch Kahlfrösten, sind manche Unkräuter wie das Gemeine Kreuzkraut, die Vogel-Sternmiere, einjährige Rispe und Ehrenpreis-Arten grün geblieben. Niedrige Temperaturen schaden diesen Pflanzen keineswegs. Sie wachsen in milden Wintern sogar weiter und säen sich zeitig im Frühjahr aus. Die Keimfähigkeit der vielen Samen bleibt sogar über Jahre bestehen. Wenn die Bedingungen stimmen und die Samen bestimmte Reize bekommen, tauchen Wildkräuter auf, die man im Garten schon ausgerottet glaubte. Unterschätzen Sie also die Ausdauer und Ausbreitungsfreudigkeit nicht! Entsorgen Sie deshalb blühende Exemplare in der Biotonne. Noch ganz junge und nicht blühende Polster kann man eventuell nach dem Ausreißen als Mulchmaterial liegen lassen, wenn der Boden trocken ist und es einige Zeit nicht regnet.
Wurzelunkräuter sind tückisch. Giersch, Quecke, Schachtelhalm und Ackerwinde zeigen sich im zeitigen Frühjahr oberirdisch noch nicht bzw. wenig (Brennnessel). Jedoch entwickelt sich im Boden schon ein dichtes Geflecht. Bei steigenden Temperaturen treibt das Grün rasch aus. Zum Jäten ist die Grabgabel bestens geeignet, damit die Wurzeln möglichst ganz bleiben. Jedes kleine Wurzelteilchen kann wieder zu wachsen beginnen. Natürlich ist dies eine mühselige Prozedur, weil Sie den Vorgang nach zwei bis drei Wochen wiederholen sollten. Doch wer beharrlich bleibt, bekommt auch das hartnäckigste Wildkraut in den Griff. Die ausgegrabenen Wurzeln entsorgen Sie dann in die Biotonne und nicht auf den Kompost, damit sie dort nicht munter weiterwachsen.
Iss dein Unkraut auf
Manche Kräuter wie die Rosetten des Behaarten Schaumkrautes und der Knoblauchsrauke oder die Blätter von Giersch und Brennnessel eignen sich vor allem im jungen Zustand als Grünwürze für Salate oder gedünstet als Spinatersatz. Die schönsten sammelt man vor dem Jäten extra ein und verwendet sie in der Küche bei Salaten, in einem würzigen Schmand-Dipp oder auch für Kräuterbutter. Geeignet sind auch die Blüten der Gänseblümchen und Veilchen sowie die Blätter von Löwenzahn und Vogelmiere. Dann schmeckt man schon den Frühling!
Brennnessel und Giersch können viel
Bei der Brennnessel spalten sich die Gemüter. Sehr hartnäckig verbreitet sie sich besonders auf stickstoffreichen Böden über Samen und Wurzelausläufer im Garten aus, wenn ihr nicht Einhalt geboten wird. Doch junge Austriebe eignen sich als Spinatersatz oder kommen kleingehackt ins Futter von Hühnern. Die Brennnessel ist aber auch Futterpflanze für die Raupen zahlreicher Schmetterlingsarten wie Tagpfauenauge und Kleiner Fuchs. Die Brennnessel-Jauche wird gerne als organischer Flüssig-Dünger verwendet. In größeren Gärten sind einzelne Brennnesselecken möglich. Das Pflanzen in große Gefäße verhindert den Ausbreitungsdrang der Rhizome.
Gefäßpflanzungen sind auch beim Giersch möglich. Sammelt man regelmäßig und konsequent junge Blättchen als Kräuterbeigabe für den Salat oder für Pesto zu Nudeln ist es sogar möglich den Giersch in den Beeten auszurotten. Für Insekten sind jedoch die weißen Doldenblüten interessant. Diese gilt es abzuschneiden bevor sich Samen bilden.
Beikräuter für mehr Biodiversität
Andere Wildkräuter sind weniger aggressiv und bringen jede Menge Biodiversität und Farbe in den Garten. Dazu gehören zum Beispiel die Echte Kamille, Schlitzblättriger Storchschnabel, Klatschmohn, Acker-Stiefmütterchen, Sommer-Adonisröschen, Kornblumen, Kornrade, Acker-Rittersporn und auch Borretsch. Durch einjährige Blumenmischungen kommen dann Sommerblumen wie Ringelblumen, Bienenfreund (Phacelia), Schmuckkörbchen (Cosmea) oder Jungfer im Grünen (Nigella) und Sonnenblumen hinzu, die sich gerne im ganzen Garten ausbreiten. Sie samen zwar fleißig aus, durch ihre langsame Entwicklung hat man sie jedoch gut im Griff, falls sie an unerwünschtem Ort aufkeimen. Notfalls kann man solche Sämlinge in möglichst jungem Zustand auch sehr leicht ausstechen und an andere Stellen setzen, wo sie mit ihren bunten Blüten erfreuen.
Merkblätter und Informationen der LWG:
von admin | 16.03.2026 | Wochentipps
Die Temperaturen liegen oft schon im zweistelligen Bereich und der Boden ist abgetrocknet. Nach dem Winter benötigen die Erdbeerpflanzen Pflege, damit sie in ein paar Wochen wohlschmeckende Früchte bieten können. Was jetzt zu tun ist, berichten die Fachleute der Bayerischen Gartenakademie.
Wenn sich der Frühling ankündigt, erwachen auch die Erdbeerpflanzen im Gartenbeet aus dem Winterschlaf. Überwinterte Erdbeerpflanzen sollen gesund und kräftig in die neue Saison starten.
Erdbeerpflanzen im Winter
Größere Fröste sind vorbei. Wenige Grad unter null vertragen die Erdbeerpflanzen problemlos, auch ohne Vliesabdeckung. Wird es aber doch noch frostig, so ist ein derartiger Schutz empfehlenswert, besonders, wenn Wind dazukommt und die Pflanzen in Töpfen oder anderen Gefäßen stehen. Ein stetiger Wechsel zwischen milden Temperaturen und Frost bekommt den nun aus dem Winterschlaf erwachenden Erdbeerpflanzen schlecht.
Jetzt hängen an den Pflanzen viele braune und dürre Blätter. Das Erdbeerlaub verfärbt sich über den Winter und stirbt schließlich ab. Dies ist gleichzeitig ein Winterschutz für die Pflanze, damit aus dem empfindlichen Rhizom wieder neue Laubblätter bilden können.
Erdbeerpflege im Frühjahr
Spät im letzten Jahr gepflanzte Erdbeeren könnten durch Winterfröste „hoch gefroren“ sein. Diese werden dann in die Erde gedrückt, damit sie wieder Bodenkontakt haben und wurzeln können. Besonders wichtig ist nun das Durchputzen der Erdbeerpflanzen. Schiebt man die dürren Blätter zu Seite, erkennt man das zarte Grün, das vom Rhizom austreibt. Jetzt ist es Zeit das dürre Laub sorgfältig zu entfernen. Damit sorgen Sie für eine gute Pflanzenhygiene und verhindern eine mögliche Verbreitung von Krankheitserregern wie Falscher Mehltau, Grauschimmel und Blattflecken. Schneiden Sie mit der Gartenschere das alte Laubwerk einige Zentimeter über dem Boden ab. Saftig grüne Blätter, die gut über den Winter gekommen oder gar schon ausgetrieben sind, bleiben an der Pflanze. Das alte Blattwerk wird bei den einmaltragenden Erdbeersorten genauso entfernt wie bei mehrmals tragenden und die immertragenden Monatserdbeeren. Bei diesen ist der Rückschnitt des alten Laubs sowieso nur im Frühjahr sinnvoll, da Monatserdbeeren vom Frühsommer bis zum Frost immerzu Blüten und Früchte zur gleichen Zeit tragen. Entsorgen Sie den Rückschnitt in der Biotonne.
Die milde Witterung lässt das Unkraut sprießen, auch im Erdbeerbeet. Hacken Sie den Boden flach. Rechtzeitiges Jäten spart auch hier später viel Arbeit und der Boden wird gleichzeitig gelockert. Danach erfolgt eine leichte Düngung mit organischen Düngern wie Hornmehl oder Schafwollpellets, welche die Pflanzen mit Stickstoff versorgen und sich günstig auf das Bodenleben auswirken. Von der Düngung profitieren vor allem schwache Pflanzen oder Pflanzungen auf sehr leichten Böden. Nur eine kräftige Pflanze kann auch für die Früchte sorgen, deren Blüte schon im Vorjahr angelegt wurden.
Wer die Erdbeerernte ein paar Tage verfrühen will, legt ab Mitte März bis zur beginnenden Blüte ein Vlies oder eine Lochfolie über den Bestand. Das Mikroklima fördert vor allem in den kühleren Aprilwochen das Wachstum.
Weitere Informationen zum Erdbeeranbau im Garten:
von admin | 09.03.2026 | Wochentipps
Lange Zeit standen sie im Winterquartier. Doch jetzt wird es höchste Zeit sich um überwinterte Kübelpflanzen zu kümmern, wissen die Fachleute der Bayerischen Gartenakademie.
Auch wenn die Arbeit draußen im Garten bei frühlingshaftem Wetter mehr Spaß macht, müssen wir uns dringend um die Kübelpflanzen kümmern, die während des Sommers wachsen und viele Blüten hervorbringen sollen.
Kübelpflanzen im Winterquartier
Im Winter haben es die mediterranen Kübelpflanzen schwer. Sie führen ein Schattendasein irgendwo im Keller, der Garage oder anderen Orten, die keine optimalen Überwinterungsmöglichkeiten bieten. Meist sind die Standorte zu warm und zu dunkel. Folglich treiben jetzt lange, dünne und schwache Triebe aus. Sie besitzen oft nur eine hellgrüne Farbe und knicken leicht um. Und nicht selten lassen sich erste Schädlinge entdecken, besonders dann, wenn es klebt. Blattläuse, Wollläuse und Napf-Schildläuse scheiden klebrigen Honigtau aus, der Rußtaupilze fördert. Ungünstige Lebensbedingungen sowie Schadorganismen schwächen die Pflanzen, die im Sommer wieder kräftig blühen soll.
Sofortige Pflegemaßnahmen
Gehen Sie am besten gleich mit Schere und Eimer an die Pflanze. Schneiden Sie vertrocknete oder auch faulige Triebe weg und kürzen Sie lange stark ein. Sorgen Sie für Luft und Licht in der Pflanze, damit dann auch die Neutriebe gut abtrocknen können. Aus den „Augen“ der verbleibenden Triebstücke entwickeln sich in den nächsten Wochen junge kräftige Zweige. Mit den Rückschnittmaßnahmen entfernen Sie gleichzeitig Schaderreger, die die ohnehin dünnen grünen Triebe zusätzlich schwächen würden.
Manche Pflanzen haben sehr viele trockene, manchmal auch feucht-faulige Blätter entwickelt. Oft sind sie mit Grauschimmelsporen, dem Schwächepilz Botrytis, behaftet. Entfernen Sie diese gründlich! Nun hat die Pflanze wieder Möglichkeiten frisch und gesund auszutreiben.
Kübelpflanzen mit neuem Schwung
Topfen Sie um, wenn dies schon länger nicht geschehen ist. Zu groß gewordene Horste, beispielsweise von Schmucklilie (Agapanthus) oder Indischem Blumenrohr (Canna), können Sie teilen. Dadurch verjüngen Sie die Pflanzen und geben ihnen neuen Schwung. Wie auch bei verholzenden Pflanzen z.B. Fuchsie, Wandelröschen und Pelargonie, befreien Sie den Wurzelballen von einem Teil alter Erde und kürzen, falls nötig, die Wurzeln etwas ein. Verwenden Sie zum Ein- bzw. Umtopfen neue, möglichst torffreie oder torfreduzierte Kübelpflanzenerde. Kübelpflanzenerden enthalten strukturstabile mineralische Anteile, damit das Substrat nicht stark zusammensackt. Dies ist besonders wichtig, da die Pflanzen mehrere Jahre im Topf wachsen sollen. Auch ist es möglich, vorhandene Blumenerde mit Splitt oder Tongranulat selbst zu mischen.
Es wird Zeit die Kübelpflanzen heller und wärmer zu stellen. Beginnen Sie dann auch mit dem Gießen. Bedenken Sie jedoch, dass eine Pflanze erst mehr Wasser benötigt, wenn sie grüne Blätter bildet, die verdunsten. Beginnen Sie auch bald mit leichtem Düngen, wenn Sie nicht umgetopft haben. Die Nährstoffe fördern das Wachstum und geben einen guten Start in den Sommer.
Härten Sie Ihre Kübelpflanzen rechtzeitig ab! Bei milden Temperaturen, auch schon im März und April, kommen sie – zunächst tagsüber – ins Freie an einen halbschattigen Platz. Auch sonnenliebende Pflanzen bekommen sonst Sonnenbrand durch die ungewohnten Strahlen. Für kalte Tage und vor allem Nächte legen Sie ein Vlies parat, mit denen Sie die Kübelpflanzen schützen können. Bei Frost räumen Sie besser ein. Diese arbeitsaufwendigere Methode lohnt sich besonders bei ungünstigem Überwinterungsquartier. Zum einen wachsen die Triebe kräftig heran und sie vertragen die Sonneneinstrahlung später besser. Auch fördern die kühlen Temperaturen im Frühjahr oft auch die Blütenbildung. Freuen Sie sich schon jetzt auf den sommerlichen Balkon und die Terrasse, umgeben von Ihren blühenden Schönheiten.