Ehrentag für oft „ungeliebte“ Kräuter

Ehrentag für oft „ungeliebte“ Kräuter

Giersch

Noch sind sie oft klein und unscheinbar, doch bald wachsen sie und beherrschen den Garten. Für die einen ist es ein Horrorszenario aus zu bekämpfenden Unkräutern, während andere sich über schmackhafte Wildkräuter freuen und diese aufessen. Wichtig ist das Wissen um die ungeliebten Kräuter, machen die Fachleute der Bayerischen Gartenakademie aufmerksam.

 

Tag des Unkrautes

Was gibt es nicht alles für Ehrentage…. So ist der 28. März weltweit der Ehrentag des Unkrautes. Seit 2023 gibt es diesen Tag, der Pflanzen in den Mittelpunkt setzt, die spontan auftauchen über Samenpotential im Boden oder über Zuflug erscheinen. Je nach eigenem Ansinnen gibt es Unkräuter, Beikräuter, unerwünschte Kräuter, Wildkräuter….. Sie können sehr lästig sein, tragen aber auch zur Biodiversität in Gärten bei.

Wildkräuter in Zaum halten

Trotz kalter und frostiger Temperaturen, auch Kahlfrösten, sind manche Unkräuter wie das Gemeine Kreuzkraut, die Vogel-Sternmiere, einjährige Rispe und Ehrenpreis-Arten grün geblieben. Niedrige Temperaturen schaden diesen Pflanzen keineswegs. Sie wachsen in milden Wintern sogar weiter und säen sich zeitig im Frühjahr aus. Die Keimfähigkeit der vielen Samen bleibt sogar über Jahre bestehen. Wenn die Bedingungen stimmen und die Samen bestimmte Reize bekommen, tauchen Wildkräuter auf, die man im Garten schon ausgerottet glaubte. Unterschätzen Sie also die Ausdauer und Ausbreitungsfreudigkeit nicht! Entsorgen Sie deshalb blühende Exemplare in der Biotonne. Noch ganz junge und nicht blühende Polster kann man eventuell nach dem Ausreißen als Mulchmaterial liegen lassen, wenn der Boden trocken ist und es einige Zeit nicht regnet.

Wurzelunkräuter sind tückisch. Giersch, Quecke, Schachtelhalm und Ackerwinde zeigen sich im zeitigen Frühjahr oberirdisch noch nicht bzw. wenig (Brennnessel). Jedoch entwickelt sich im Boden schon ein dichtes Geflecht. Bei steigenden Temperaturen treibt das Grün rasch aus. Zum Jäten ist die Grabgabel bestens geeignet, damit die Wurzeln möglichst ganz bleiben. Jedes kleine Wurzelteilchen kann wieder zu wachsen beginnen. Natürlich ist dies eine mühselige Prozedur, weil Sie den Vorgang nach zwei bis drei Wochen wiederholen sollten. Doch wer beharrlich bleibt, bekommt auch das hartnäckigste Wildkraut in den Griff. Die ausgegrabenen Wurzeln entsorgen Sie dann in die Biotonne und nicht auf den Kompost, damit sie dort nicht munter weiterwachsen.

Iss dein Unkraut auf

Manche Kräuter wie die Rosetten des Behaarten Schaumkrautes und der Knoblauchsrauke oder die Blätter von Giersch und Brennnessel eignen sich vor allem im jungen Zustand als Grünwürze für Salate oder gedünstet als Spinatersatz. Die schönsten sammelt man vor dem Jäten extra ein und verwendet sie in der Küche bei Salaten, in einem würzigen Schmand-Dipp oder auch für Kräuterbutter. Geeignet sind auch die Blüten der Gänseblümchen und Veilchen sowie die Blätter von Löwenzahn und Vogelmiere. Dann schmeckt man schon den Frühling!

Brennnessel und Giersch können viel

Bei der Brennnessel spalten sich die Gemüter. Sehr hartnäckig verbreitet sie sich besonders auf stickstoffreichen Böden über Samen und Wurzelausläufer im Garten aus, wenn ihr nicht Einhalt geboten wird. Doch junge Austriebe eignen sich als Spinatersatz oder kommen kleingehackt ins Futter von Hühnern. Die Brennnessel ist aber auch Futterpflanze für die Raupen zahlreicher Schmetterlingsarten wie Tagpfauenauge und Kleiner Fuchs. Die Brennnessel-Jauche wird gerne als organischer Flüssig-Dünger verwendet. In größeren Gärten sind einzelne Brennnesselecken möglich. Das Pflanzen in große Gefäße verhindert den Ausbreitungsdrang der Rhizome.

Gefäßpflanzungen sind auch beim Giersch möglich. Sammelt man regelmäßig und konsequent junge Blättchen als Kräuterbeigabe für den Salat oder für Pesto zu Nudeln ist es sogar möglich den Giersch in den Beeten auszurotten. Für Insekten sind jedoch die weißen Doldenblüten interessant. Diese gilt es abzuschneiden bevor sich Samen bilden.

Beikräuter für mehr Biodiversität

Andere Wildkräuter sind weniger aggressiv und bringen jede Menge Biodiversität und Farbe in den Garten. Dazu gehören zum Beispiel die Echte Kamille, Schlitzblättriger Storchschnabel, Klatschmohn, Acker-Stiefmütterchen, Sommer-Adonisröschen, Kornblumen, Kornrade, Acker-Rittersporn und auch Borretsch. Durch einjährige Blumenmischungen kommen dann Sommerblumen wie Ringelblumen, Bienenfreund (Phacelia), Schmuckkörbchen (Cosmea) oder Jungfer im Grünen (Nigella) und Sonnenblumen hinzu, die sich gerne im ganzen Garten ausbreiten. Sie samen zwar fleißig aus, durch ihre langsame Entwicklung hat man sie jedoch gut im Griff, falls sie an unerwünschtem Ort aufkeimen. Notfalls kann man solche Sämlinge in möglichst jungem Zustand auch sehr leicht ausstechen und an andere Stellen setzen, wo sie mit ihren bunten Blüten erfreuen.

Zwei verschiedene Wildkräuter im Beet

 

Grüne Blattpflanze im Beet

 

Grüne Blattpflanze mit vielen kleinen Blättchen

 

Vogelmiere und Feldsalat im Gewächshaus

 

Junge Brennnesseln

 
Blattpflanze mit weißen Blüten im Beet
Ran an die Erdbeeren!

Ran an die Erdbeeren!

Zeit für die Erdbeerpflege im Frühjahr

Die Temperaturen liegen oft schon im zweistelligen Bereich und der Boden ist abgetrocknet. Nach dem Winter benötigen die Erdbeerpflanzen Pflege, damit sie in ein paar Wochen wohlschmeckende Früchte bieten können. Was jetzt zu tun ist, berichten die Fachleute der Bayerischen Gartenakademie.

Wenn sich der Frühling ankündigt, erwachen auch die Erdbeerpflanzen im Gartenbeet aus dem Winterschlaf. Überwinterte Erdbeerpflanzen sollen gesund und kräftig in die neue Saison starten.

Erdbeerpflanzen im Winter

Größere Fröste sind vorbei. Wenige Grad unter null vertragen die Erdbeerpflanzen problemlos, auch ohne Vliesabdeckung. Wird es aber doch noch frostig, so ist ein derartiger Schutz empfehlenswert, besonders, wenn Wind dazukommt und die Pflanzen in Töpfen oder anderen Gefäßen stehen. Ein stetiger Wechsel zwischen milden Temperaturen und Frost bekommt den nun aus dem Winterschlaf erwachenden Erdbeerpflanzen schlecht.

Jetzt hängen an den Pflanzen viele braune und dürre Blätter. Das Erdbeerlaub verfärbt sich über den Winter und stirbt schließlich ab. Dies ist gleichzeitig ein Winterschutz für die Pflanze, damit aus dem empfindlichen Rhizom wieder neue Laubblätter bilden können.

Erdbeerpflege im Frühjahr

Spät im letzten Jahr gepflanzte Erdbeeren könnten durch Winterfröste „hoch gefroren“ sein. Diese werden dann in die Erde gedrückt, damit sie wieder Bodenkontakt haben und wurzeln können. Besonders wichtig ist nun das Durchputzen der Erdbeerpflanzen. Schiebt man die dürren Blätter zu Seite, erkennt man das zarte Grün, das vom Rhizom austreibt. Jetzt ist es Zeit das dürre Laub sorgfältig zu entfernen. Damit sorgen Sie für eine gute Pflanzenhygiene und verhindern eine mögliche Verbreitung von Krankheitserregern wie Falscher Mehltau, Grauschimmel und Blattflecken. Schneiden Sie mit der Gartenschere das alte Laubwerk einige Zentimeter über dem Boden ab. Saftig grüne Blätter, die gut über den Winter gekommen oder gar schon ausgetrieben sind, bleiben an der Pflanze. Das alte Blattwerk wird bei den einmaltragenden Erdbeersorten genauso entfernt wie bei mehrmals tragenden und die immertragenden Monatserdbeeren. Bei diesen ist der Rückschnitt des alten Laubs sowieso nur im Frühjahr sinnvoll, da Monatserdbeeren vom Frühsommer bis zum Frost immerzu Blüten und Früchte zur gleichen Zeit tragen. Entsorgen Sie den Rückschnitt in der Biotonne.

Die milde Witterung lässt das Unkraut sprießen, auch im Erdbeerbeet. Hacken Sie den Boden flach. Rechtzeitiges Jäten spart auch hier später viel Arbeit und der Boden wird gleichzeitig gelockert. Danach erfolgt eine leichte Düngung mit organischen Düngern wie Hornmehl oder Schafwollpellets, welche die Pflanzen mit Stickstoff versorgen und sich günstig auf das Bodenleben auswirken. Von der Düngung profitieren vor allem schwache Pflanzen oder Pflanzungen auf sehr leichten Böden. Nur eine kräftige Pflanze kann auch für die Früchte sorgen, deren Blüte schon im Vorjahr angelegt wurden.

Wer die Erdbeerernte ein paar Tage verfrühen will, legt ab Mitte März bis zur beginnenden Blüte ein Vlies oder eine Lochfolie über den Bestand. Das Mikroklima fördert vor allem in den kühleren Aprilwochen das Wachstum.

Überwinterte Kübelpflanzen fit machen

Überwinterte Kübelpflanzen fit machen

Schmucklilie wartet auf Pflege

Lange Zeit standen sie im Winterquartier. Doch jetzt wird es höchste Zeit sich um überwinterte Kübelpflanzen zu kümmern, wissen die Fachleute der Bayerischen Gartenakademie.

Auch wenn die Arbeit draußen im Garten bei frühlingshaftem Wetter mehr Spaß macht, müssen wir uns dringend um die Kübelpflanzen kümmern, die während des Sommers wachsen und viele Blüten hervorbringen sollen.

Kübelpflanzen im Winterquartier

Im Winter haben es die mediterranen Kübelpflanzen schwer. Sie führen ein Schattendasein irgendwo im Keller, der Garage oder anderen Orten, die keine optimalen Überwinterungsmöglichkeiten bieten. Meist sind die Standorte zu warm und zu dunkel. Folglich treiben jetzt lange, dünne und schwache Triebe aus. Sie besitzen oft nur eine hellgrüne Farbe und knicken leicht um. Und nicht selten lassen sich erste Schädlinge entdecken, besonders dann, wenn es klebt. Blattläuse, Wollläuse und Napf-Schildläuse scheiden klebrigen Honigtau aus, der Rußtaupilze fördert. Ungünstige Lebensbedingungen sowie Schadorganismen schwächen die Pflanzen, die im Sommer wieder kräftig blühen soll.

Sofortige Pflegemaßnahmen

Gehen Sie am besten gleich mit Schere und Eimer an die Pflanze. Schneiden Sie vertrocknete oder auch faulige Triebe weg und kürzen Sie lange stark ein. Sorgen Sie für Luft und Licht in der Pflanze, damit dann auch die Neutriebe gut abtrocknen können. Aus den „Augen“ der verbleibenden Triebstücke entwickeln sich in den nächsten Wochen junge kräftige Zweige. Mit den Rückschnittmaßnahmen entfernen Sie gleichzeitig Schaderreger, die die ohnehin dünnen grünen Triebe zusätzlich schwächen würden.

Manche Pflanzen haben sehr viele trockene, manchmal auch feucht-faulige Blätter entwickelt. Oft sind sie mit Grauschimmelsporen, dem Schwächepilz Botrytis, behaftet. Entfernen Sie diese gründlich! Nun hat die Pflanze wieder Möglichkeiten frisch und gesund auszutreiben.

Kübelpflanzen mit neuem Schwung

Topfen Sie um, wenn dies schon länger nicht geschehen ist. Zu groß gewordene Horste, beispielsweise von Schmucklilie (Agapanthus) oder Indischem Blumenrohr (Canna), können Sie teilen. Dadurch verjüngen Sie die Pflanzen und geben ihnen neuen Schwung. Wie auch bei verholzenden Pflanzen z.B. Fuchsie, Wandelröschen und Pelargonie, befreien Sie den Wurzelballen von einem Teil alter Erde und kürzen, falls nötig, die Wurzeln etwas ein. Verwenden Sie zum Ein- bzw. Umtopfen neue, möglichst torffreie oder torfreduzierte Kübelpflanzenerde. Kübelpflanzenerden enthalten strukturstabile mineralische Anteile, damit das Substrat nicht stark zusammensackt. Dies ist besonders wichtig, da die Pflanzen mehrere Jahre im Topf wachsen sollen. Auch ist es möglich, vorhandene Blumenerde mit Splitt oder Tongranulat selbst zu mischen.

Es wird Zeit die Kübelpflanzen heller und wärmer zu stellen. Beginnen Sie dann auch mit dem Gießen. Bedenken Sie jedoch, dass eine Pflanze erst mehr Wasser benötigt, wenn sie grüne Blätter bildet, die verdunsten. Beginnen Sie auch bald mit leichtem Düngen, wenn Sie nicht umgetopft haben. Die Nährstoffe fördern das Wachstum und geben einen guten Start in den Sommer.

Härten Sie Ihre Kübelpflanzen rechtzeitig ab! Bei milden Temperaturen, auch schon im März und April, kommen sie – zunächst tagsüber – ins Freie an einen halbschattigen Platz. Auch sonnenliebende Pflanzen bekommen sonst Sonnenbrand durch die ungewohnten Strahlen. Für kalte Tage und vor allem Nächte legen Sie ein Vlies parat, mit denen Sie die Kübelpflanzen schützen können. Bei Frost räumen Sie besser ein. Diese arbeitsaufwendigere Methode lohnt sich besonders bei ungünstigem Überwinterungsquartier. Zum einen wachsen die Triebe kräftig heran und sie vertragen die Sonneneinstrahlung später besser. Auch fördern die kühlen Temperaturen im Frühjahr oft auch die Blütenbildung. Freuen Sie sich schon jetzt auf den sommerlichen Balkon und die Terrasse, umgeben von Ihren blühenden Schönheiten.

Kulturheidelbeeren schneiden

Kulturheidelbeeren schneiden

Heidelbeere_ 'Bluecrop'

Heidelbeeren schenken uns nicht nur wohlschmeckende Früchte im Sommer, sie sind fast das ganze Jahr über attraktiv. Ein regelmäßiger Strauchschnitt sorgt für eine reiche Ernte, wissen die Fachleute der Bayerischen Gartenakademie.

Heidelbeeren eignen sich gut für Kübel, vor allem wenn der Gartenboden einen hohen pH-Wert aufweist. Denn die Pflanzen brauchen ein saures Boden-Milieu.

Zeit für den Rückschnitt

An den zwei- bis vierjährigen Trieben der Kulturheidelbeere wachsen die besten Früchte. Wenngleich sie weniger dicht als Johannis- und Stachelbeeren wachsen, ist dennoch ein regelmäßiger Schnitt nötig: altes Holz wird entfernt und die Pflanze zum Neuaustrieb angeregt. Die ältesten Triebe werden auf etwa fünf bis maximal zehn Zentimeter zurückgeschnitten. Schon allein durch das Entfernen dieser Äste bekommt die Pflanze mehr Luft und Licht im Inneren des Strauches. Entfernen Sie ebenso nach außen hängendes Holz oder sehr dünne Zweige. Sehr lange Triebe schneiden Sie auf einen Seitentrieb zurück. Wichtig ist auch das Abschneiden kranker, brauner und fleckiger Triebe. Ist der Stauch noch immer zu dicht, so greifen Sie auch von der Mitte aus korrigierend ein. Mit all diesen Maßnahmen halten Sie den Heidelbeerstrauch vital und in Form.

Der Rückschnitt der Heidelbeersträucher erfolgt im späten Winter oder zeitigen Frühjahr, wenn keine stärkeren Fröste mehr zu erwarten sind. Bei Jungpflanzen, die im letzten Jahr gepflanzt wurden, schneiden Sie erst im nächsten oder übernächsten Jahr störende und älteste Äste weg.

Das angefallene Schnittgut lässt sich gut verwenden. Kombiniert mit Tulpen oder anderen Schnittblumen entstehen wundervolle Frühlingssträuße. Die dünnen und verzweigten Ästchen der Heidelbeere geben dem Strauß eine besondere Struktur und zudem öffnen sich bei Zimmertemperaturen bald erste Blatt- und einzelne Blütenknospen.

Kulturheidelbeere: Attraktion im Garten

Kulturheidelbeeren benötigen einen sonnigen Standort sowie einen sauren Boden. Das Pflanzen in großen Kübeln ist deshalb zu empfehlen. Verwenden Sie Pflanzsubstrat, das sich auch für Rhododendren, Azaleen und Moorbeetpflanzen eignet. Kultivieren Sie mehrere Heidelbeeren, dann verbessert sich die Befruchtung und Sie haben die Möglichkeit die Reifezeit zu staffeln. Die Sortenvielfalt der Kulturheidelbeeren hat sich vergrößert. Zu den frühen Sorten gehört z.B. ‘Duke‘, gefolgt von ‘Patriot‘, ‘Goldtraube‘ und ‘Bluecrop‘ und schließlich ‘Darrow‘ und ‘Elisabeth‘ mit Reife im August. Da die Beeren nicht auf einmal, sondern nach und nach reifen, zieht sich die Ernte über mehrere Wochen hin. Das macht die Heidelbeere besonders attraktiv als Naschfrucht für den Frischverzehr. Durch die gesunden Inhaltsstoffe zählt die Heidelbeere zum „Superfood“ aus dem Garten. Doch auch für Balkon und Terrasse eignen sich Heidelbeeren. Spezielle Sorten bleiben kompakter und wachsen nur etwa 60 Zentimeter hoch, während andere rund 1,5 Meter hoch werden.

Zur Blütezeit im Mai, mit den vielen weißen glockenartigen Blüten, wirkt die Heidelbeere wie ein Magnet für Insekten, vor allem für Hummeln. Daraus entstehen viele gesunde Beerenfrüchte. Nach der Ernte färben sich die Laubblätter im Herbst Orange, feurig bis dunkelrot. Mit dem bunten Laub schmückt die Heidelbeerpflanze den Garten oder Balkon/Terrasse noch einmal. Kaum ein anderes Obstgehölz bietet neben den leckeren Früchten auch noch so eine überaus tolle Optik.

Weitere Informationen der Bayerischen Gartenakademie zu Kulturheidelbeeren

Blühende Heidelbeere im Topf

 

Blüte Heidelbeeren

 
Blaue Heidelbeerfrüchte am Strauch
Verfrühte Dahlienblüte

Verfrühte Dahlienblüte

Dahlienblüte pink

Dahlien sind beliebte Sommerblumen im Garten, da sie über einen längeren Zeitraum prachtvolle Blüten bilden, die auch in der Vase lange halten. Allerdings sind die Knollen frostempfindlich, so dass sie jedes Jahr im Herbst ausgegraben und im Frühjahr wieder neu gepflanzt werden. Treibt man die Dahlienknollen vor, so haben die Pflanzen einen Wachstumsvorsprung, wissen die Fachleute der Bayerischen Gartenakademie.

Wer die Möglichkeit zum Überwintern der Knollen hat, wird sich bei der Fülle der Dahliensorten immer wieder andere Sorten dazu holen. Im zeitigen Frühjahr sind die Auswahl und das Angebot bei den Händlern noch groß.

Riesige Dahlien-Auswahl

Dahlien sind keineswegs nur Pflanzen der älteren Generation. Durch die Sortimentsvielfalt trifft man sie wieder in vielen Gärten auf dem Land und in der Stadt an. Mit verschiedensten Blütenfarben und -formen sowie den unterschiedlichen Wuchshöhen schmücken sie ganze Beete oder füllen Lücken zwischen Prachtstauden. Kompakt wachsende Sorten eignen sich auch für Kübel und Balkonkästen. Dahlienblühen im (Spät-)Sommer und Herbst bis zum Frost. Beliebt sind die lange haltbaren Blüten auch als Vasenschmuck, gerne auch in Kombination mit anderen Sommerblumen. Zudem regt der regelmäßige Schnitt die Neubildung von Blütenknospen an. Viele Dahlienblüten, vor allem bei den ungefüllten oder wenig gefüllten Sorten, bilden Pollen und Nektar und ziehen unterschiedliche Insekten an.

Vorziehen schafft Vorsprung

Normalerweise werden die frostempfindlichen Knollen der Dahlien etwa Ende April, in kalten Regionen gar erst nach den Eisheiligen Mitte Mai, in den Gartenboden gepflanzt. Stärkere Fröste sollten dann nicht mehr zu erwarten sein. Zudem besitzt der Boden meist noch ausreichend Feuchtigkeit, damit die Knollen gut austreiben können, bevor der trockene Sommer kommt. (Bei Bodentrockenheit nutzt kräftiges Angießen.) Nach einigen Wochen schieben die ersten grünen Spitzen aus dem Boden. Leider sind sie ein sehr willkommenes Schneckenfutter und benötigen rechtzeitig Schutz. Etwa ab Mitte Juli freut man sich über erste Blüten.

Sie wollen nicht so lange warten? Dann ziehen Sie die Dahlienknollen in Töpfen vor. Geschieht dies noch im Februar oder Anfang März, dann blühen die Dahlien schon ein paar Wochen früher im Sommer. Somit verlängert sich die Blütezeit bis zum ersten Frost im Herbst. Möchten Sie die Dahlien auch den Sommer über in Gefäßen kultivieren, verwenden Sie gleich die richtige Topfgröße. Ansonsten benötigen Sie Blumenerde und eine Topfgröße, in der die schrumpeligen Knollen gerade so hineinpassen. Großes Knollengewirr können Sie auch teilen. Verwenden Sie gesunde, unverletzte und kräftige Teile. Beim Pflanzen bedecken Sie die Knollen mit wenigen Zentimetern Substrat. Dabei weisen die verdickten Knollen nach unten und der abgeschnittene Stängel nach oben. Dann gießen Sie den Topf und stellen ihn hell auf eine kühle Fensterbank, in ein frostfreies Frühbeet oder Gewächshaus. Bis zum Auspflanzen im Mai haben sich kräftige grüne Triebe entwickelt, die für Schnecken weniger attraktiv sind. Kappen Sie später die Triebspitzen, bleiben die Pflanzen etwas kompakter und verzweigen sich zusätzlich.

Dahlien im Freiland überwintern?

Normalerweise gräbt man die Dahlienknollen im Herbst, kurz nach den ersten leichten Frösten aus und lagert sie an einem frostfreien Ort. Dies ist oft sehr mühsam, besonders, wenn man viele Exemplare besitzt. In wintermilden Gebieten kann man versuchen die Dahlien im Beet zu überwintern. Allerdings benötigen Sie dort Winterschutz. Abdeckungen mit Stroh, Laub, Vlies etc. sind denkbar. Allerdings fühlen sich Mäuse dort wohl und knabbern gerne die Knollen an. Bei zu nassem Boden faulen leider oft die Knollen. Bei steigenden Temperaturen entfernt man den Winterschutz. Eine Vliesabdeckung ab März/April hält dann den Boden wärmer und gibt den Trieben einen Vorsprung. Ein Versuch ist es allemal wert, denn überwinterte Knollen treiben ebenfalls oft frühzeitig aus und bilden kräftige grüne Triebe.

Viele lachsfarbene Dahlienblüten

 

Dahlienblüte orange mit Biene

 
Dahlienknollen in einer Holzkiste mit Namensschild