Nachwuchsgärtner entdecken den Garten

Nachwuchsgärtner entdecken den Garten

Kinder basteln

Die Leidenschaft zum Gärtnern ist nicht angeboren. Man eignet es sich selbst an oder lernt es von Eltern, Großeltern und Freunden. Wichtig ist die Freude an der Natur und das Beobachten. Die Fachleute der Bayerischen Gartenakademie bieten daher nicht nur Seminare für Erwachsene an, sondern auch Kinderworkshops.

Gartenkurse für Kinder bedienen alle Sinne, um Lust auf Garten und Natur zu machen. Die Bayerische Gartenakademie veranstaltet Kurse in Veitshöchheim und in den Sommerferien in Bamberg.

Staunen, mitmachen, entdecken & nachmachen!

Kinder sind neugierig und dies gilt es zu nutzen. Auf dem Grünen Campus der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) in Veitshöchheim und in Bamberg erleben Kinder den Umgang mit Pflanzen und lernen, wie man die Ernte aus dem Garten verwerten kann. Ziel ist es die Freude am Gärtnern und an der Natur zu wecken sowie vielleicht auch neue Leidenschaften zu entdecken und zu fördern.

Was sind Räuber und Schmarotzer und wie laden wir die richtigen Helfer in unseren Garten ein? Wie kommt der Honig in die Wabe – und wie kommt er wieder heraus? Welche Früchte schmecken am süßesten und was kann man daraus alles herstellen? Und wozu hat der Gartenboden eigentlich Löcher? Die Antworten darauf geben die Mitmach-Kinderworkshops der Bayerischen Gartenakademie in Veitshöchheim.

Mitmachen und teilnehmen

Das Workshopangebot richtet sich an Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren. Von 15 bis 17:30 Uhr heißt es zuhören, entdecken und werkeln. Gartengerechte und witterungsangepasste Kleidung, Sonnen– und Regenschutz sowie feste Schuhe sind wichtig. Workshopmaterial und Nutzung von Geräten sind im Unkostenbeitrag von 20 € je Kind inbegriffen. Durch die begrenzte Teilnehmerzahl (maximal 15 Kinder) werden die Themenworkshops intensiv betreut und es kann auf die Kinder individuell eingegangen werden. Eine Teilnahme ist nur mit vorheriger Anmeldung möglich. Mit der Anmeldebestätigung wird der genaue Treffpunkt mitgeteilt.

Erster Kinderworkshop 2025

Los geht es mit den Gartennützlingen am Donnerstag, den 10. April 2025 unter dem Motto „Nützlinge – Die kleinen und großen Helfer im Garten“. Die Nachwuchsgärtnerinnen und -gärtner nehmen die Marienkäfer, Hummeln, Laufkäfer & Co unter die Lupe und bauen danach für verschiedene Nützlinge Unterkünfte. Diese dürfen dann auch mit nach Hause genommen werden, wo sie einen Platz im eigenen Garten finden. Bei einer Entdeckungstour durch die Schaugärten der LWG (An der Steige 15, 97209 Veitshöchheim) erfahren die Teilnehmenden außerdem, wie der Garten gestaltet werden kann, damit sich die unterschiedlichen Tiere wohl fühlen und ansiedeln. Das ist besonders hinsichtlich des Klimawandels und des Pflanzenschutzes ein wertvoller Beitrag. Anmeldeschluss ist der 3. April 2025.

Hier geht es zur Anmeldung vom Kinderworkshop „Nützlinge – Die kleinen und großen Helfer im Garten“ in Veitshöchheim.

Weitere Workshop-Themen 2025

Wie kommt der Honig in die Wabe – und wie kommt er wieder heraus? Dies erfahren die Kinder bei „Bienen und das flüssige Gold“ am 22. Mai. Am 24. Juli stehen „Süße Früchtchen“ im Mittelpunkt. Welche Früchte schmecken am süßesten und was kann man daraus alles herstellen? Mit dem „Lebensraum Erde“ befasst sich der Workshop am 23. Oktober, wenn es um die Frage geht: „Wozu hat der Gartenboden Löcher?“

Weitere Informationen zu den Kinderworkshops sowie zur Anmeldung finden Sie hier: „Den Garten entdecken: Workshops für Kinder“

Impressionen aus den Kinderworkshops
 

Kinder basteln und bemalen Metalldosen

 

Hände stecken Röhrchen in bemalte Metalldose

 

Kreative Nisthilfen für Wildbienen und Unterschlupfmöglichkeiten für Nützlinge

 

Ein Siebenpunkt-Marienkäfer sitzt auf einer rosa Blüte.

 

Kind mit Imkerhut vor einem Bienenstand

 

Kinder stehen um eine Imkerin

 
Bienen sitzen an einer Wabe
Eigene Tomatenanzucht

Eigene Tomatenanzucht

Tomatensämling

Erst jetzt, Mitte bis Ende März, ist die optimale Zeit Tomaten für den Garten auszusäen, wissen die Fachleute der Bayerischen Gartenakademie. Mit der eigenen Anzucht wird der Traum einer großen Sortenvielfalt wahr.

Möchte man spezielle Tomatensorten, so bleibt nur die Selbstaussaat. Bis zur Pflanzung im Mai sollen sich kräftige Jungpflanzen entwickeln. Deshalb ist einiges zu beachten.

Aussaat nicht zu früh

Ungeduldige haben schon Anfang oder Mitte Februar Tomaten ausgesät und sie berichten von ihren Pflänzchen. Diese sind dann zwar schon mehrere Zentimeter hoch, jedoch weich, hochgeschossen und dünn. Dies ist die Folge von zu früher Aussaat, denn Januar und Februar bieten selbst am Fensterbrett noch kein ausreichendes Lichtangebot. Für kräftige und kompakte Pflanzen erfolgt die Aussaat erst ab Mitte März. Durch gute Lichtverhältnisse wachsen nun starke Pflanzen heran, die je nach Witterungsverhältnissen ab Mitte Mai ins Freie gepflanzt werden. Kleinere und kompaktere Pflanzen wachsen oft besser an und holen mögliche Wuchsdefizite schnell nach.

Für die Aussaat benötigt man außer den Tomatensamen Aussaatgefäße und ein spezielles Anzuchtsubstrat. Als Aussaatgefäße eignen sich flache Kisten, Blumentöpfe, Joghurtbecher, Multitopfplatten, Gemüseschalen und vieles mehr. Wichtig sind Abzugslöcher, damit überschüssiges Wasser ablaufen kann. Bleibt die Erde grundsätzlich weniger nass, bilden sich stärkere Wurzeln. Nutzen Sie spezielle Aussaaterden. Sie sind nährstoffarm, feinkrümelig, luftig und besitzen weitere gute Voraussetzungen für die jungen Keimlinge. Ganz wichtig sind Etiketten. Besonders bei der Aussaat mehrerer Tomatensorten ist eine sorgfältige Beschriftung wichtig, da beispielsweise nicht alle Sorten ausgegeizt werden müssen oder sie sehr unterschiedlich vom Wuchs sind. Außerdem lässt sich dann die einzelne Sorte besser beurteilen.

Und los geht’s: Füllen Sie das Substrat in die Aussaatgefäße bis knapp unter den Rand. Entweder legen Sie die relativ großen Samenkörner einzeln in Töpfchen oder auch mehrere Samen in ein größeres Gefäß. Drücken Sie sie leicht an, bevor sie mit etwas Erde abgedeckt werden. Nun gießen Sie vorsichtig, aber durchdringend mit einem feinen Wasserstrahl. Jetzt kann das Samenkorn quellen. Später pikiert man dann die jungen Pflänzchen in einen kleinen Topf.

Optimal zum Keimen sind Temperaturen zwischen 22 und 25 Grad Celsius. Ist die Tomatensaat aufgegangen, sorgen leicht abgesenkte Temperaturen von 16 bis 18 Grad Celsius dazu, dass sich kurze und kräftige Jungpflanzen entwickeln können. Licht ist zum Wachsen besonders wichtig. Nach der Keimung, sobald sich grüne Blättchen zeigen, benötigen die Pflänzchen einen hellen Platz am Fenster. Bei mangelndem Licht bilden sich dünne und lange Triebe. Stellen Sie die Pflanzen eventuell auch auf eine Erhöhung und lassen Sie die Gardine weg. Sinnvoll ist dann das Pikieren, was bei Ansaat mehrere Samen in Töpfen zwingend notwendig ist. Beim Vereinzeln der jungen Pflänzchen kommen sie tiefer in das Substrat. Dies hat den Vorteil, dass sich zusätzliche Wurzeln bilden können. Bereits gut angewachsen, können sie tagsüber bei warmen Temperaturen im April und vor praller Sonne geschützt auch ins Freie. So werden sie „abgehärtet“.

Auf die Sorte kommt es an

2024 war durch wiederkehrende Niederschläge kein optimales Tomatenjahr, denn die Kraut- und Braunfäule hat teilweise stark geschädigt. Besser war dran, wer ein Tomatendach besaß oder/und robuste Sorten angepflanzt hatte. Die Vielfalt der Tomatensorten ist riesig. Dabei geht es nicht (nur) um Ertrag, sondern auch um besondere Farben und Formen. Auch bei den Sorten, die widerstandsfähig gegen die Kraut- und Braunfäule sind, gibt es klein- und großfruchtige, rosafarbene und gelbe Sorten. Aber Achtung! Widerstandsfähig heißt nicht „ohne Befall“. Doch die Pilzkrankheit tritt sehr spät oder nur schwach ausgeprägt auf, sodass die Pflanzen und vor allem die Früchte lange gesund bleiben und keine Symptome der Kraut- und Braunfäule zeigen. Widerstandsfähige Tomatensorten sind beispielsweise ‘Resibella‘, ‘Primabella‘, ‘Philovita F1‘, ‘Duttingold‘ (gelb, oval), ‘Rose Crush F1‘ (pink, Fleischtomate) und ‘Crimson Crush F1‘.

Tomatensämlinge in öpfen

 

Gemüsejungpflanzen in Töpfen stehen auf einem Beet

 
 
Vielfältige Tomaten in einem grünen Korb
Bilder und Text: © Bayerische Gartenakademie an der LWG Veitshöchheim, mit freundlicher Genehmigung
Im Garten wird es bunt

Im Garten wird es bunt

Krokus mit Bienen

Wie schön sich doch ein Garten zeigt, wenn schon bald im Jahr erste Blüten zu sehen sind. Bei milden Temperaturen lassen sich schon Honigbienen und Hummeln beobachten. „Pflanzen, die im zeitigen Frühling blühen sind erste wichtige Nahrungsquellen, besonders für verschiedene Wildbienen“, bekräftigen die Mitarbeiter der Bayerischen Gartenakademie.

Genießen Sie sonnige Stunden, schlendern Sie durch den Garten und entdecken Sie den Frühling!

Bunte Blüten von Zwiebelblumen und Stauden

Die Klassiker der Winter- und Vorfrühlingsblüher sind Geophythen, also Pflanzen mit unterirdischen Speicherorganen. Der gelbe Winterling (Eryanthis hyemalis), weiße Schneeglöckchen in Sorten (Galanthus) und Märzenbecher (Leucojum vernum) sowie bunte Krokusse blühen eifrig und bringen erste Farbe in den Garten. Schon bald erscheinen erste Narzissen und Hyazinthen, während es bei den meisten Tulpen noch etwas dauert bis sie ihre Farbenpracht entfalten. Weniger bekannt sind Frühlings-Alpenveilchen (Cyclamen coum). Sie bilden in wintermilden Gebieten dichte Teppiche in weiß- über pink bis violettfarbenen Tönen.

Schon in Vollblüte sind Christrose und auch Lenzrose. Bunt leuchten die Blüten der Garten-Teppich-Primel und Kissen-Primel (Primula x pruhoniciana und Primula juliae), die sich ganz nahe am Boden aus der Erde schieben. Je nach Sorte sind sie in verschiedenen Farben erhältlich (weiß, hellgelb, rosa und violett). Die bunten Farbkleckse der Blüten erscheinen zwischen den wintergrünen Blättern. Die polsterbildenden Primeln fühlen sich in der Sonne, vor allem aber unter lichten Gehölzen wohl.

Frühe Blüten der Gehölze

In Vollblüte steht die Kornelkirsche (Cornus mas) mit ihren gelben, in dichten Büscheln sitzenden Blüten. Als Großstrauch oder Kleinbaum kann die langsam wachsende Pflanze als Solitär stehen. Es ist sinnvoll großfruchtige Sorten zu pflanzen wie ‘Jolico‘ und ‘Kasanlaker‘, um die roten Früchte im Spätsommer verwerten zu können. Die Wildform der Kornelkirsche eignet sich sogar für geschnittene Hecken in einem Naturgarten. Während die Haselnussblüte meist schon beendet ist, blühen nun erste Weiden mit ihren silbrigen Kätzchen.

Zwei duftende Vertreter findet man unter den Schneebällen. Duftschneeball (Viburnum farreri) und Winterschneeball Viburnum bodnantense ‘Dawn‘ sind die häufigsten Vertreter. Beim Duftschneeball erscheinen die einzelnen Blüten der nur wenige Zentimeter langen Blütenrispen im Knospenzustand erst rosa und werden dann beim Aufblühen weiß. Leider sind die Blüten durch Nachtfröste gefährdet. Deshalb ist es sinnvoll, den Duftschneeball an einem geschützten Standort zu pflanzen. Farbintensiver und größer sind die Blüten des Winterschneeballs. Seine Blüten vertragen Fröste besser.

Intensiv fruchtig und zitronig riechen die weißen Blüten der Winter-Duft-Heckenkirsche (Lonicera purpusii). Dieser recht kompakt wachsende Strauch besticht mit seiner üppigen Blütenfülle und dem betörenden Duft. Leider findet man ihn, ebenso wie die Chinesische Winterblüte (Chimonanthus praecox) sowie die Schneeforsythie (Abeliophyllum distichum) recht selten in den Gärten.

Erste offene Blüten der Japanischen Zier- oder Scheinquitte (Chaenomeles japonica) in orange oder rot zeigen sich an den noch laublosen dornigen Zweigen. Dieses Kleingehölz mit maximal eineinhalb Metern Höhe lässt sich problemlos auch niedriger halten und kann auch gut als Abgrenzung zur Straße verwendet werden, um z.B. Hunde vom Grundstück fernzuhalten. Die ab September reifenden gelben, säuerlichen Früchte können ähnlich wie Quitten verwendet werden.

Bis zur Obstblüte dauert es dann nicht mehr lange. Sie sind eine wichtige Nahrungsquelle für die Honigbiene und ihre wilden Verwandten sowie andere Insekten. Beginnend mit den Prunus-Arten wie Mandel, Pfirsich und Aprikose, folgen Mirabelle und Zwetschge, dann Sauer- und Süßkirsche. Die Birne und der roséfarben blühende Apfel samt Ziersorten liegen dazwischen.

Blüten für (Wild-)Bienen

Wild- und Honigbienen benötigen während der ganzen Vegetationszeit Nektar und Pollen. Nektar ist die Kohlehydratquelle. Pollen dient der Eiweißversorgung und ist besonders für die Aufzucht der Brut wichtig. Während Honigbienen und Hummeln verschiedene Pollenquellen nutzen können, gibt es viele solitäre Wildbienenarten, die den Pollen bestimmter Pflanzen benötigen. Deshalb sieht man diese spezialisierten Wildbienen auch nur für kurze Zeit. Ein vielfältiger Garten kann mit der richtigen Pflanzenauswahl Nahrungsquelle für unterschiedliche Wildbienenarten sein.

An sonnigen Tagen mit milden Temperaturen entdeckt man neben den bekannten Honigbienen auch die Königinnen der Dunklen Erdhummeln. Diese suchen nach möglichen Nistplätzen. Erste Holzbienen fallen allein schon wegen ihrer Größe auf. Ab März fliegen außer den unterschiedlichen Hummeln auch verschiedene Arten der Sandbienen, Pelzbienen, Seiden- und Furchenbienen sowie die meist bekannteren Mauerbienen.

Bilder und Text: © Bayerische Gartenakademie an der LWG Veitshöchheim, mit freundlicher Genehmigung

Gartentourismus

Gartentourismus

Gartenschätze entdecken

An vorzeigbarem Grün mangelt es in Bayern nicht. Öffentliche Parks, Schloss- und Klostergärten, aber auch private Gärten bieten oft ungeahnte Schätze. Die Fachleute der Bayerischen Gartenakademie empfehlen im Lauf des Jahres den Blick über den Gartenzaun zu werfen oder auch hinter Mauern zu schauen.

Gartenreisen, geplante und spontane Besuche in Gärten, Parks und Gartenschauen während des Urlaubs oder Tagesreisen zu Gärten und Gartenbaubetrieben liegen im Trend. Es ist die Suche nach Schönheit und Luxus in Grün, teilweise anwendbar und inspirativ für den eigenen Garten.

Der Garten

Gärten gewinnen an Bedeutung. Sie sind vielfältig und Ausdruck der eigenen Persönlichkeit. Jeder Garten präsentiert sich unterschiedlich und doch haben sie vieles gemeinsam. Jedes Grün wirkt dem Klimawandel entgegen. So lassen unversiegelte Flächen Niederschläge versickern, was vor allem in Zeiten mit Starkregenereignissen einen immens wichtigen Aspekt darstellt, und Pflanzen sorgen für Sauerstoff, binden CO2 sowie Feinstaub und filtern die Luft. Durch ihre Verdunstung entsteht eine kühlere Umgebungsluft.

Je nach Gestaltung und Zweck dient ein Garten der Erholung, der Selbstversorgung mit Obst und Gemüse. Er ist Rückzugsort für verschiedene Tiere, verfügt über eine Sammlung verschiedener Pflanzenarten und Sorten und er verändert sich im Jahreslauf. So erleben wir die Jahreszeiten intensiver.

Garten ist Freizeitbeschäftigung: planen, pflanzen und pflegen, immer auf der Suche nach Neuem, stetes Informieren und leben mit der Natur. Garten ist Erholung, körperliche Ertüchtigung, Freude und Inspiration.

Gartenführungen

Alljährlich bildet die Bayerische Gartenakademie Gästeführer “Gartenerlebnis Bayern“ aus. Mit dieser Qualifizierung gerüstet, begleiten sie Sie durch verschiedenste gärtnerische Flächen und machen durch fundiertes Fachwissen die Führung zu einem besonderen Erlebnis. Zugleich wird das touristische Angebot der Gegend durch einen wertvollen Aspekt ergänzt. Privatgärten als auch öffentlich zugängige Gärten haben einen besonderen Reiz, wenn Hintergründe, Gestaltungselemente und Nutzung mit gärtnerischen Kenntnissen und Hintergrundwissen erklärt werden.
Für die nächste Qualifizierung Gästeführer „Gartenerlebnis Bayern“ finden Sie ab September weitere Informationen auf der Homepage der Bayerischen Gartenakademie.

Gartentage, Gartenstammtische und mehr

Ganz beliebt sind die Tage der offenen Gartentür, die meist im Juni in vielen Landkreisen Bayerns stattfinden. Privatpersonen laden ein, ihren Garten und persönlichen Gartenschatz kennenzulernen. Schnell kommt man mit den Gartenbesitzern ins Gespräch und erfährt viel Wissenswertes rund um den Garten. Zugleich erhält man neue und bewährte Ideen, die man im eigenen Garten umsetzen kann. Oft entsteht ein Wissensaustausch von Freizeitgärtnerinnen und -gärtnern mit gleichen Interessen. Gartenstammtische dienen ebenso dem Wissens- und Erfahrungsaustausch wie verschiedene Socialmedia-Plattformen. Nicht selten gibt es neue Einblicke in den jeweiligen Garten – sei es direkt persönlich oder virtuell.

Garten mit Holzzaun im Vordergrund

 

Mehrere Leute stehen in einem Garten als Gruppe zusammen

 

Ein vielfältiger Naturgarten

 

Holzskulptur in einer Wiese

 
Zwei Menschen gehen in einem Park spazieren.
Bilder und Text: © Bayerische Gartenakademie an der LWG Veitshöchheim, mit freundlicher Genehmigung
Es ist Fasching!!!

Es ist Fasching!!!

Ranunkel orange

Fröhlich geht es nun in den Endspurt der fünften Jahreszeit. „Die bunten Blüten der nun blühenden Pflanzen sind wie Konfetti und wirken gegen den Winterblues“, versprechen die Fachleute der Bayerischen Gartenakademie.

Frühlingsblüher bringen Farbe auf Balkon und Terrasse, bunte Schnittblumen schmücken Zimmer und sogar Gemüse lässt sich vielfältig bunt verwenden.

Konfetti für Gefäße

Bunt wie Konfetti blühen Primeln, Ranunkeln, Anemonen, Bellis und Hornveilchen. Auch die Blüten der beliebten Zwiebelblumen von Tulpen, Narzissen, Hyazinthen und Traubenhyazinthen (Muscari) bringen Farbe. Die Pflanzen in kleinen Töpfen warten darauf, dass sie einen Platz auf Balkon und Terrasse oder vor der Eingangstür finden. Sie verbreiten Faschingslaune und lassen uns dann nach Aschermittwoch schon auf Ostern freuen.

Da die Pflanzen in Gewächshäusern vorgezogen wurden, benötigen sie bei Temperaturen unter Null Grad Celsius Schutz. Entweder räumen Sie die Pflanzen kurzzeitig ins Haus, nahe an das schützende Gebäude oder Sie decken sie zu. Dies kann vorzugsweise mit Vlies geschehen, aber auch mehrere Lagen Zeitungspapier schützen die bunten Blumen. Denn meist werden die Blüten zuerst geschädigt. Sollen die Pflanzen den Wohnraum fröhlich schmücken, dann ist dieser am besten hell und kühl. Notfalls werden die bunten Frühlingsbringer nur nachts kühler gestellt. Die Haltbarkeit im Haus ist jedoch wesentlich kürzer als ein Standort im Freien.

Bei der Suche nach passenden Gefäßen sind keine Grenzen gesetzt. Es können Blumenkästen aus Kunststoff, Tonschalen, Körbe etc. bepflanzt werden, je nach eigenem Geschmack und Platzangebot. Jedoch müssen einige Regeln beachtet werden, damit man lange Freude an den bunten Frühlingsboten hat. Achten Sie grundsätzlich auf eine gute Blumenerde. Hochwertige Substrate speichern Nährstoffe und Wasser. Sie bleiben dabei aber immer luftig, denn sie enthalten strukturstabilisierende Stoffe wie Lavasteinchen, Ziegelsplitt und anderes. Ganz wichtig ist ein Abflussloch in den Gefäßen, damit überschüssiges Wasser ablaufen kann. Stauende Nässe verträgt keine Pflanze. Durch fehlenden Sauerstoff an den Wurzeln sterben sie schließlich ab.

Meist stehen die Pflanzen bis zum Abblühen nur wenige Wochen in den Gefäßen. Deshalb können sie relativ dicht gepflanzt werden. Nach der Blüte können Sie vor allem die Zwiebelblumen im Garten auspflanzen, wo sie nächstes Jahr wieder blühen werden. Aber auch so manche Primel erscheint dann im nächsten Frühjahr. Buntes Konfetti zeigt sich dann auch im Garten.

Konfettifarben im Salat und gesunde Faschingsgirlanden

Buntes Essen sorgt für gute Laune – aus Gemüse und Obst ist es zudem gesund; sei es als Mahlzeit, Beilage oder essbare Dekoration. Kleine grüne und würzige Farbtupfer sind Kräuter wie frischer Schnittlauch und Ampfer, sowie Tiefkühlkräuter oder verschiedene Wildkräuter.

Bei Möhren genügen einige wenige Scheiben von violetten Sorten als Deko auf kleinen Rohkostraspeln ganz „normaler“ orangeroter Sorten. Gelegentlich findet man auch gelbfleischige oder rot/weiß geringelte Sorten im Angebot. Konfettiartige Effekte lassen sich besonders einfach erzielen: Rote Zwiebeln in Salate aller Art, weiße Zwiebelwürfelchen in dunkelgrüne oder rote Salate (Rote Bete), den weißen Bereich von Lauchzwiebeln für dunkelgrüne, den grünen Bereich der Lauchzwiebeln für weiße oder helle Salate wie Waldorfsalat, Rettich-Salat oder hellen Chinakohl. Wer den Waldorfsalat mit rotbackigen Äpfeln zubereitet und sie mit Schale in Stifte schneidet, bringt viele rote Punkte in den hellen Salat. Nicht unbedingt saisonal, aber schön farbig ist auch der Klassiker: Tomate-Mozzarella-Basilikum.

Mit Rettichen lassen sich wunderbare Girlanden schneiden – einfach mit Hilfe eines scharfen Messers. Das gelingt sehr leicht mit einer uralten Schnitttechnik für Rettiche aus Schwaben. Schneiden Sie mit einem scharfen Messer feine, gut ein Millimeter starke Scheiben, etwas schräg und nur bis jeweils etwa ¾ des Querschnittes. Dann drehen Sie den Rettich um seine Längsachse um 180 Grad, legen ihn also „vom Rücken auf den Bauch“ und schneiden wieder zu ¾ der Dicke ein, und zwar im gleichen Schnittwinkel zum Querschnitt wie bei der ersten Schnittfolge. Nun lässt sich der Rettich wie eine Ziehharmonika auseinanderziehen und salzen. Ein Frische-Plus zur Brotzeit! Auch aus Radies, Möhren oder Brotzeitgurken lassen sich dekorative Girlanden schneiden.

rosa blühende Bellis

 

Blaue Blüten der kleinen Stiefmütterchen

 

Primel im Gewächshaus

 

Möhren geraspelt und in Scheiben mit grüner Lauchzwiebel garniert

 

Bunter Salat mit Radicchio, Orange und Lauchzwiebel

 
Girlande aus rotem Rettich

Bilder und Text: © Bayerische Gartenakademie an der LWG Veitshöchheim, mit freundlicher Genehmigung