Rebschnitt im winterlichen Garten

Rebschnitt im winterlichen Garten

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Vielerorts liegen die Gärten noch tief verschneit. Doch die Tage werden länger und der Winter zieht sich langsam zurück. Tafeltraubenbesitzer träumen schon von süßen und saftigen Trauben, die in einigen Monaten an den kräftigen und grünen Trieben hängen. Voraussetzung ist neben einer robusten Sorte vor allem der jährliche starke Schnitt im Winter. Die Fachleute der Bayerischen Gartenakademie geben Tipps.

In den Weinbergen werden die letzten Rebstöcke geschnitten. Im Garten ist es noch nicht zu spät für den Schnitt, der die Vitalität der Pflanze erhält. Dann haben wir lange Freude an ihr.

So wächst der Rebstock

Der Weinstock möchte möglichst schnell lange Triebe bilden. Am höchsten stehende Triebe und Knospen werden bevorzugt versorgt und sind daher besonders stark. Das würde bedeuten, dass beispielsweise bei einer fünf Meter hochwachsenden Weinrebe nur im oberen Bereich kräftige Triebe mit großen Früchten entstehen – im unteren Teil des Stockes hingegen nur kümmerliche Trauben. Deshalb benötigt der Weinstock einen jährlichen Schnitt, auch schon junge Pflanzen. Ein rechtzeitiger und maßvoller Stockaufbau erleichtert künftige Schnitt- und weitere Pflegemaßnahmen.

Einjährigen Fruchtruten, die im letzten Vegetationsjahr gewachsen sind, besitzen eine hellbraune Farbe. Sie haben eine normale Länge von etwa 1,20 Metern und weisen idealerweise eine Stärke mit einem Durchmesser von sechs bis zehn Millimetern auf (ähnlich einer Kugelschreiberdicke). Optimales Holz ist gleichmäßig durchgefärbt, knistert etwas beim Biegen und beim Anschneiden wird eine kleine Markröhre sichtbar. Betrachtet man dieses einjährige Holz, die Fruchtruten, genauer, sind im Abstand von etwa zehn Zentimetern die Knospen, die sog. Augen zu erkennen. In ihnen sind die Blüten bereits unsichtbar angelegt und somit der Ertrag des nächsten Spätsommers und Herbstes.

Erfolgreicher Ertrag durch Schnitt

Der Rebschnitt ist die erste Tätigkeit eines Tafeltraubenbesitzers im neuen Jahr. Hier werden die Weichen für eine erfolgreiche Ernte gelegt. Er fördert und reguliert die Fruchtbarkeit des Rebstockes.
Einer Legende nach bissen ein Esel oder eine Ziege über Winter die einjährigen holzigen Triebe fast komplett ab. Aus den übrig gebliebenen kurzen Stummeln entwickelten sich schließlich kräftige Triebe mit großen Früchten. Der Rebschnitt war erfunden und ist die Voraussetzung für eine gute Ernte in bester Qualität.

Grundsätzlich werden jährlich im Winter über 90 Prozent des einjährigen Holzes mit den vorhandenen Augen weggeschnitten. Der Schnitt mit der Schere bedeutet einen großen Eingriff für die Pflanze, die sich jedes Jahr wieder neu aufbauen muss. Doch so bleibt sie vital und wüchsig. Zudem wird ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Wachstum und Fruchtbarkeit gefördert. Vor dem Schnitt, meist ab Ende Januar bis spätestens März, betrachtet man seinen Rebstock genau. Hausrebstöcke sind meist als Spalier mit einem langen oder zwei kürzeren Seitenästen als sog. Kordon gezogen. Die aus den Seitenästen nach oben gewachsenen Ruten werden auf Zapfen mit ein bis zwei Knospen zurückgeschnitten. Aus den verbleibenden Augen wachsen ein bis zwei kräftige Fruchttriebe. Entstehen zwei, dann wird der Schwächere der beiden bereits bei einer Trieblänge von acht bis zwölf Zentimeter weggebrochen. Diese Fruchtruten entwickeln dann meist zwei große Fruchttrauben. Um zu gewährleisten, dass die Ruten und Früchte später genug Licht, Luft, Sonne und Wärme bekommen, sollte der Abstand zwischen den Zapfen auf einem Kordonarm etwa 20 Zentimeter betragen, was etwa der Länge einer Rebschere entspricht.

Setzt der Saftstrom ein, kann es sein, dass die Rebe an der Schnittstelle kurz „blutet“. Doch keine Panik, es schadet den Stöcken in der Regel nicht. Vorhandene Pilzsporen könnten sogar weggespült werden. An Neumond „blutet“ die Pflanze wohl weniger als an Tagen um Vollmond. Schneiden Sie, wie auch bei anderen Gehölzen, nicht bei Temperaturen unter minus fünf Grad Celsius.

Keine Angst vor einem intensiven Rebschnitt, seien Sie nicht zu zaghaft. Es liegt in der Natur der Pflanze wieder auszutreiben und kräftig zu wachsen. Selbst ein alter, über Jahre ungeschnittener Rebstock kann durch einen starken Rückschnitt wieder vital und fruchtbar werden. Einzig wirklicher Fehler ist es, den Stock unterhalb der Veredlungsstelle zu schneiden.

Die abgeschnittenen Ruten lassen sich gut als Dekorationsmaterial verwenden. Lange biegsame Triebe eignen sich für das Binden von (größeren) Kränzen, kurz geschnittene Triebe in einem Gefäß geben Stütze und Halt für einzelne Tulpen oder andere Blüten.

Weiteres Wissenswertes zum Rebstock

Weitere Informationen zu Tafeltrauben finden Sie in den Infoschriften der Bayerischen Gartenakademie. Hier erfahren Sie alles zur Pflanzung und Pflege.

PIWI-Tafeltrauben am Haus und im Garten

Detailauschnitt einer Rute beim Rebstock

 
Rückschnitt einer Tragrute auf einen kurzen Stummel

 
Hellgrüne Trauben hängen am Rebstock.
Vorbereitungen für das neue (Garten-)Jahr

Vorbereitungen für das neue (Garten-)Jahr

Samenpäckchen Ordnung

Die Lust zum Gärtnern wird wieder stärker. Gründe sind nicht nur die Betätigung im Freien, auch der Wunsch zu Teil-Selbstversorgung und Nachhaltigkeit. Nutzen Sie jetzt die Zeit für die Gartenplanung, raten die Fachleute der Bayerischen Gartenakademie.

Die ruhigere Zeit im Winter geeignet sich gut, um sich intensiv mit dem kommenden Gartenjahr zu beschäftigen. Dies macht Lust auf den Frühling und Sommer im Garten, auf Balkon oder Terrasse.

Garten planen und sich informieren

Im tristen und kalten Winter ist die Sehnsucht groß nach erwachendem und frischem Grün, nach saftigem Obst und Gemüse. Doch eine gründliche Vorbereitung ist wichtig. Möchten Sie größere Umgestaltungen im Garten vornehmen? Denken Sie nicht nur an sich, sondern auch an andere Lebewesen. Verwenden Sie Blühpflanzen, die Nahrung für Bienen oder andere Insekten sind. Eine gut durchdachte Staudenfläche ist pflegeleichter, farbenfroher und vor allem sinnvoller als eine Kiesfläche. Trockenmauern und kleine Wasserstellen bieten wichtige Lebensräume. Schwachwachsende Obstgehölze sowie Beerensträucher eignen sich auch für kleine Gärten und haben einen Mehrfachnutzen.

Oder geht es direkt um die Planung des Gemüsegartens? Da Gemüsekulturen recht kurzlebig sind, macht es Spaß zu experimentieren. Jedes Jahr gibt es neue Sorten und manchmal auch noch unbekannte Gemüsearten. Wer also Platz hat, sollte ruhig auch mal Neues ausprobieren. Planen Sie Gemüsearten- und -sorten, die im Garten guten Ertrag bringen und mit denen Sie sehr zufrieden sind ebenso mit ein. Schon bald kann es mit der Aussaat erster Gemüse beginnen. Achten Sie jedoch auf angegebene Pflegehinweise, damit es ein Erfolg wird.

Nutzen Sie die Zeit und schmökern Sie in Gartenzeitungen, in Gartenratgebern und anderen Zeitschriften. Wälzen Sie Gartenkataloge und suchen Sie Gartenseiten im Internet. Alles steht jetzt auf „Grün“. Lassen Sie sich inspirieren. Stöbern Sie nach Neuheiten, aber auch nach alten Sorten. Besonders bei Gemüse und Sommerblumen ist das Angebot sehr groß. In Gartencentern und im Gartenfachhandel können sich schon bald mit Saatgut und Pflanzen eindecken. Viele Firmen bieten einen Online-Verkauf an. Hier haben Sie die Möglichkeit sich rechtzeitig Samen und anderes Zubehör zu bestellen. Informieren Sie sich auch auf den Seiten der Bayerischen Gartenakademie.

Saatgut sichten

Wer selbst Blumen oder Gemüse aussät, sammelt in wenigen Jahren oft viele verschiedene Samentütchen an. Ordnen Sie diese, bevor Sie neue kaufen. Schon eine Einteilung nach Blumen und Gemüse kann hilfreich sein. Wenn Sie dann noch Fruchtgemüse aussortieren, da diese meist den Hauptteil der eigenen Aussaat ausmachen, haben Sie schon etwas Überblick gewonnen. Nicht jedes Saatgut hat die gleiche Keimfähigkeit und Haltbarkeit. Hinweise geben die Aufdrucke auf den Samenpäckchen. Bei geöffneten Tütchen spielt die Lagerung eine große Rolle, um die Keimfähigkeit aufrechtzuerhalten. Wer ganz sichergehen will, kann die Keimfähigkeit durch eine Saatgutprobe prüfen. Dies macht aber nur Sinn, wenn viele Samen vorhanden sind, z.B. bei Möhren.

Gemüse im Gartenjahr – Hinweise und Anregungen zum Biogarten

Weitere Nutzung für den Weihnachtsbaum

Weitere Nutzung für den Weihnachtsbaum

Winterschutz Hochstammrose

Hatten Sie im Advent die Überlegung welcher Baum zu Weihnachten im Zimmer stehen soll? Traditionell oder Weihnachtsbaum im Topf? Oder ist ein Kunststoffbaum nachhaltiger? Alles hat sein für und wider. Auch ein geschlagener Baum ist nachhaltig und kann sogar im Garten noch gute Dienste tun, wissen die Fachleute der Bayerischen Gartenakademie.

Ein Baum für nur wenige Tage im Jahr ist zu kostbar. Meist wird er nach Heilig-Drei-König aus der Wohnung verbannt. Im Garten, auf Balkon und Terrasse lässt er sich noch weiter nutzen.

Geeignete Weihnachtsbäume

Nicht jeder ausrangierte Weihnachtsbaum taugt für einen Weiternutzung. Ganz wichtig ist die Eigenschaft, dass er nicht nadelt. Sind die Triebe schon trocken und dürr, fallen die Nadeln besonders schnell ab. Die beliebten Nordmanntannen behalten jedoch ihre Nadeln sehr lange. Besonders frisch bleiben die Triebe, wenn schon der Baum während der Standzeit im Zimmer mit ausreichend Wasser versorgt wurde. Dicht benadelte Zweige werden nun mit einer guten Schere in verschiedene Längen geschnitten. Sinnvoll sind grundsätzlich Bäume aus der regionalen Forstwirtschaft und zertifizierte Bio-Bäume.

Nutzungsmöglichkeiten im Garten

Immer öfter treten anhaltende Fröste erst im Januar oder noch später auf. Und da kommt der ausrangierte Weihnachtsbaum ins Spiel. Seine abgeschnittenen Zweige eignen sich wunderbar als Schutz, denn Kälte und Wintersonne können vielen Pflanzen im Garten schaden.

Rosen und besonders Hochstammrosen sind dankbar für einen Schutz vor Kälte, frostigem Wind und Wintersonne. Abgeschnittene Zweige werden wie ein dichtes Korsett um die Hochstammrose gebunden. So sind der Rosen-Stamm und die Triebe in der Krone geschützt. Besonderes Augenmerk gilt dabei der Veredlungsstelle, damit diese nicht abstirbt. Eine solche Einkleidung kann auch ein sehr dekoratives und zugleich natürliches Element im winterlichen Garten sein.

Übrige Nadelgehölz-Zweige decken Sie über empfindliche Stauden und immergrüne Sträucher, denn Kahlfröste ohne Schneeauflage schädigen hier und auch bei Erdbeeren besonders.

Bedeckungen mit Zweigen von Nadelgehölzen haben den Vorteil, dass sie Kälteschutz und Schatten bieten. Zudem wird ein frühzeitiges Austreiben der Pflanzen unterdrückt. Im Gegensatz zu Abdeckungen mit Folie, sind die Nadelgehölz-Zweige luftdurchlässig und bieten Fäulnis keine Chance. Lassen Sie jedoch diesen natürlichen Schutz nicht zu lange, da sich sonst im Frühjahr lange und dünne Triebe bilden können. Nach der Zweit-Nutzung werden die Zweige zerkleinert und über den Kompost oder die Biotonne entsorgt.

Zweige schneiden

 
Winterschutz bei einer Hochstammrose
Alexander Lucas

Alexander Lucas

Ca. 1985 gab es in Heroldingen eine Initiative, bei der sich ein späterer Harburger Stadtrat besonders darum bemühte, Obstbäume im alternden kommunalen Bestand nachzupflanzen. Eine Schar Dorfbewohner setzte verschiedene Apfel- und u.a. auffällig viele Pflaumen- und wenige Sauerkirschbäume. Weiter wurden einige Birnbäume gepflanzt, darunter meistens die allgemein empfohlene Sorte Alexander Lucas.
Mit den Jahren stellte sich heraus, dass die Fruchtqualität zu wünschen übrigließ. Es bildeten sich qualitativ nicht sehr wertvolle „Jungfernfrüchte“, weil meist die nötigen Pollenspender-Birnbäume in unmittelbarer Umgebung fehlten. Zudem ist die Blüte von Alexander Lucas frostempfindlich, was den sonst eher zuverlässigen Ertrag schmälert.
Erst ab dem Jahr 2018 erfolgte die gezielte Pflanzung von Pollenspendersorten wie z.B. „Gräfin von Paris“, „Doppelte Philippsbirne“ oder „Gute Luise“ in möglichst unmittelbarer Nähe der Alexander-Lucas-Standorte im Heroldinger Ried.
Woher stammt die Sorte eigentlich? Der Name verrät den Finder, den Franzosen Alexandre Lucas. Der fand den ersten Birnbaum dieser Sorte in einem Wald im französischen Blois um ca. 1870, also um die Zeit, als auch Heroldinger in den Krieg gegen Frankreich zur Zeit Bismarcks zogen und als Dank für Ihre Rückkehr auf dem Pfaffenberg eine „Sedanseiche“ pflanzten, die später dem örtlichen Kiesabbau weichen musste. Nicht weit davon stehen heute die erwähnten Alexander-Lucas-Bäume und erinnern somit durch ihren Mutterbaum ersatzweise an jene Kriegszeit.
Ab 1874 gelangte die Birne „Alexander Lucas“ in den Handel und ist bis heute auch im Erwerbobstanbau beliebt. Bei Versteigerungen in Heroldingen finden sie sicheren Absatz.
Die Baumkronen sind jedoch nicht leicht zu erziehen. Zwar bildet sich ein dominanter Mitteltrieb, doch vernünftige Leitäste, die dem Kronenaufbau dienen, sind wegen dünner, langer, schleudernd wachsender Triebe schwer herzustellen. Selbst in späteren Jahren sind immer wieder Schnittmaßnahmen erforderlich, weshalb diese Birnbaumart zu den eindeutig aufwändigeren gehört, was den Pflegeaufwand betrifft.

Steckbrief:
Baum: Wuchs mittelstark bis stark, dominanter Mitteltrieb, keine besonderen Standortansprüche, aber Chlorose auf kalkhaltigen Böden
Blüte: mittelfrüh, empfindlich, triploid
Schale: typisch grün, bei Vollreife hellgelb und sonnenseits manchmal orange Deckfarbe
Frucht: weißes Fruchtfleisch, sehr saftig und schmelzend, meist süßlich
Pflückreife: Anfang Oktober
Genussreife: Ende Oktober
Haltbarkeit: Ende Dezember

Berner Rosenapfel

Berner Rosenapfel

Heroldingen hat einen hohen Streuobstwiesenbestand. In Spielplatznähe befinden sich einige der viel zu wenigen Bäume des Berner Rosenapfels. 1865 ist dieser Schatz erstmals als Sämling in Oppligen (Schweiz) aufgegangen und durch ständige Vermehrung ab 1888 auch in Deutschland verbreitet. Aus alten Apfelsorten sind wichtige sekundäre Pflanzenstoffe nicht herausgezüchtet. Es geht um Polyphenole. Die Braunfärbung des Fruchtfleisches, die sie verursachen, war der Lebensmittelindustrie ein Dorn im Auge. Also züchtete man aus den meisten neueren Sorten die Polyphenole weitgehend heraus und zahlt bis heute einen hohen Preis auf Kosten blutzuckersenkender und antimikrobieller Eigenschaften (Entzündungshemmung, Krebsvorbeugung, Hemmung von Prostatahyperplasie, Plaqueverminderung sowie bakterizide, blutdrucksenkende und verdauungsfördernde Wirkung). Zwar verursachen sie einen eher säuerlichen Geschmack, doch neutralisieren Polyphenole potenziell allergieauslösende Inhaltsstoffe in Äpfeln. Es gibt um die drei Millionen Apfelallergiker allein in Deutschland. Hamburg ist an und für sich durch seine Nähe zum „Alten Land“ reich mit alten Apfelsorten versorgt. Doch mussten vor wenigen Jahren erst Apfelproben aus unserer Heimat dorthin gesendet werden, bis ein Pressevertreter glücklich zurückschrieb: „Meine Tochter verträgt den Berner Rosenapfel!“ Dies dürfte für all jene gelten, die nicht hochkomplizierte Kreuzallergien haben. In solchen Fällen wäre ein Versuch sinnvollerweise ärztlich zu begleiten. Professor Carle von der Universität Hohenheim weist in dem äußerst empfehlenswerten NDR-Film „Unser Apfel: Masse statt Klasse?“ auf den hohen Nutzen der Polyphenole hin. Man brauche nicht aufwändig zu forschen, um solche Früchte zu bekommen: „Es gibt sie, sie müssen nur wieder genutzt, gepflegt und angebaut werden, dann stehen sie uns jederzeit zur Verfügung.“
Die Bäume des Berner Rosenapfels widerstehen Holz- und Blütenfrost gut und windgeschützte Lagen reduzieren die Schorfanfälligkeit. Geschmacklich erinnert der Apfel an Himbeeren. Er ist sehr gut zum Essen bzw. als Saft und Mus geeignet.
Schon die Farbe dieser Schweizer Sorte verrät die anthocyanreiche Wirkung als natürliches Antibiotikum.

Steckbrief:
Baum: hochkugelig, Leitästebildung erfordert Schnittkenntnisse
Schale: Grundfarbe grünlich gelb, Deckfarbe verwaschen dunkelkarminrot, lila bereift
Frucht: mittelgroß, Fleisch grünlich weiß, in Schalennähe oft rötlich, sehr saftig, eher süß mit erfrischender Säure
Blüte: frostwiderstandsfähig, guter Pollenspender
Pflückreife: ab Ende September
Genussreife: spätestens November
Haltbarkeit: bis ca. Februar
Ralf Hermann Melber ist Mitglied im Deutschen Pomologenverein und Obstbaumpfleger.

Ralf Hermann Melber, 26. Juni 2022