2021 – Gartentipp 37 – Leuchtend rotes Wildobst – die Kornelkirsche

2021 – Gartentipp 37 – Leuchtend rotes Wildobst – die Kornelkirsche

Jetzt leuchten die roten Früchte der Kornelkirsche schon von Weitem. Doch vielen ist das Wildobstgehölz mit seinen attraktiven Früchten nicht bekannt, wissen die Fachleute der Bayerischen Gartenakademie.

Wildobst punktet mehrfach: Optik, Nutzen und Robustheit. Blüte, Frucht und Herbstfärbung sind oft auffallend. Die Früchte lassen sich verwerten oder bieten Nahrung für verschiedene Tiere im Garten.

 

Erntezeit der Früchte

Leuchtend rot und glänzend hängen die Früchte der Kornelkirsche jetzt im September im Strauch. Sie erinnern von der Form her ein bisschen an Oliven. Auch besitzen sie wie diese einen

Kornelkirsche

länglichen harten Stein im Inneren. Erst korallenrot, färben sich die Früchte mit zunehmender Reife ins tiefe Dunkelrot. Sind sie schließlich ausgereift, fallen sie fast von selbst vom Strauch und haben einen angenehm süß-herben Geschmack. Vor der Vollreife und beim Rohgenuss besitzen die Früchte eine milde adstringierende Wirkung und ziehen das Gewebe der Mundschleimhaut leicht zusammen.

Es wird höchste Zeit für die Ernte, wenn erste Früchte fallen. Denn auch Vögel interessieren sich. Zur Arbeitserleichterung können Sie ein Vlies oder eine Folie unter dem Strauch auslegen und die Früchte abschütteln und einsammeln. Die Kirschessigfliege legt in die schon fast reifen Früchte ihre Eier ab. Bemerken Sie Befall, werden auch diese Früchte sorgfältig eingesammelt und fachgerecht entsorgt, um den Entwicklungskreislauf zu unterbrechen und die nächste Schädlingspopulation zu reduzieren.

Die herb-süßen Früchte können Sie roh als Naschobst genießen oder zu Fruchtaufstrichen, Saft und Likör verarbeiten. Gemischt mit Himbeeren, Birne oder Apfel wird der fruchtige Aufstrich milder.

 

Kornelkirsche als Wildobst im Garten

In einen naturnahen Garten passt Wildobst besonders gut. In kleinere Gärten sogar die Kornelkirsche Cornus mas. Zwei bis sechs Meter kann dieser langsam wachsende Strauch erreichen. Da er gut schnittverträglich ist, lässt er sich auf der gewünschten Endhöhe halten. Er liebt kalkhaltige Böden in der Sonne oder im Halbschatten. Trockenere Standorte und das Stadtklima verträgt der anspruchslose und robuste Strauch ebenfalls.

Was die Kornelkirsche besonders macht ist ihre frühe Blütezeit. Unter günstigen Bedingungen erscheinen die kleinen gelben Blütendolden schon im Februar, spätestens im März. So liefern sie – im Gegensatz zur steril blühenden Forsythie – erste Nahrung für Bienen und andere Insekten durch reichlich Nektar. Erst später entwickeln sich die satt grünen und glänzenden Laubblätter. Diese färben sich im Herbst leuchtend gelb. Die Kornelkirsche ist also zu allen Jahreszeiten schön.

Steht die Pflanze frei, so kann sie sich zu einem Großstrauch entwickeln, der durch das langsame Wachstum nur gelegentlich mal ausgelichtet wird. Hierfür eignen sich spezielle Fruchtsorten, wie ‘Kasanlaker‘ oder ‘Jolico‘, die größere Früchte hervorbringen. Allerdings benötigt man zur Befruchtung eine weitere Sorte oder die Wildform, die kleinere Früchte trägt. Die Wildform von Cornus mas lässt sich aufgrund der Schnittverträglichkeit gut als ein- bis zwei Meter hohe Hecke verwenden. Die Früchte hängen dann mehr im Inneren, am älteren Holz.

 

 

(Bilder: Christine Scherer © Bayerische Gartenakademie an der LWG Veitshöchheim sowie Bayerische Gartenakademie)

 

 

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an das Gartentelefon (0931/9801-3333) oder schreiben Sie eine E-Mail an bay.gartenakademie@lwg.bayern.de

Bilder und Text: © Bayerische Gartenakademie an der LWG Veitshöchheim, mit freundlicher Genehmigung

2021 – Gartentipp 36 – Feldsalat – beliebt im Herbst und Winter

2021 – Gartentipp 36 – Feldsalat – beliebt im Herbst und Winter

Sommergemüse haben ihren Dienst im Garten getan. Herbstliche Temperaturen sorgen dafür, dass die Kultur zu Ende geht und keine Ernte mehr zu erwarten ist. „Nun gibt es freie Plätze im Gemüsebeet“, wissen die Fachleute der Bayerischen Gartenakademie und empfehlen Feldsalat als Nachfolgekultur.

Feldsalat ist mit seinem leicht nussigen Geschmack ein typischer Herbst- und Wintersalat. Schnell werden leere Plätze im Garten wieder begrünt, was auch noch dem Boden nützt.

 

Minisalate im Garten anbauen

Von jetzt an können Sie Feldsalat säen oder pflanzen. Während des ganzen Septembers können Sie noch aussäen, bevor es für die Keimung zu kalt wird. Die Aussaat erfolgt in der Regel in Reihen. Dann bleibt dazwischen Platz zum Hacken und Unkrautentfernen. Alternativ können Sie Feldsalat bis Mitte Oktober im Freiland und danach noch im Gewächshaus pflanzen. Dort ist in milden Wintern der Anbau sogar durchgängig bis ins Frühjahr möglich. Wird es draußen kalt, schützen Sie den Feldsalat im Beet und im Gewächshaus mit einer Vliesabdeckung. Somit stockt er nicht zu stark im Wachstum. Übrigens: Wer keinen Garten hat, kann Feldsalat auch problemlos im Blumenkasten anziehen.

Feldsalat wird in vielen Gärtnereien und manchen Gartencentern in Erdpresstöpfchen angeboten. Hierbei sind mehrere Samenkörner in einem gepressten Erdwürfel gekeimt. Wie auch bei anderem Salat setzen Sie die Presswürfel mit den Jungpflänzchen so ins Beet, dass nur etwa die Hälfte der Erdwürfel bedeckt ist. Die Salatpflänzchen liegen so auch während des Wachstums nicht auf der Erde auf. Dies beugt Fäulnis vor.

Sie möchten selbst in kleinen Töpfchen anziehen? Nehmen Sie eine Multitopfplatte mit drei Zentimeter Topfgröße (oder ähnliche Gefäße), füllen diese mit Aussaaterde und legen jeweils bis zu sieben Samen hinein. Drei Wochen später lassen sich die kleinen Pflanzenbüschel auspflanzen. Unschlagbar bei gepflanztem Feldsalat ist die schnelle und saubere Ernte. Mit einem Messer schneidet man die fertigen Salatbüschel einfach weg. Die Mini-Salate bleiben kompakt und fallen nicht auseinander. Erd- und Sandkörnchen im Salat sind auf ein Minimum reduziert, was Sie beim Waschen bemerken werden.

Beim Feldsalat dauert es von der Aussaat bis zur Ernte nicht sehr lange – bei milder Witterung nur wenige Wochen. Deshalb ist ein satzweiser Anbau ratsam. Dann können Sie regelmäßig ernten und werden nicht von Feldsalatmassen überhäuft. Selbst kleine Leerstellen im Gartenbeet können so genutzt werden. Eine Vliesauflage nach der Aussaat beschleunigt das Keimen.

Leider kann der Echte Mehltau Probleme bereiten und den Feldsalat schädigen. Achten Sie deshalb auf einen luftigen, nicht ganz vollsonnigen Standort und säen bzw. pflanzen Sie nicht zu dicht, damit eine schnelle Abtrocknung der Blätter gewährleistet ist. Kaufen Sie nur Saatgut mit toleranten Sorten.

 

Feldsalat im Herbst und Winter

Feldsalat besteht aus kleinen einzelnen Blattrosetten. Er eignet sich daher gut für Einzelpersonen oder für Mischungen mit anderen Salaten oder Salat-Gemüsen, denn es können auch nur wenige (und daher immer frische) Feldsalate geschnitten werden. Durch den Anbau ab Spätsommer und durch die kalte Jahreszeit hinweg sind die Blätter meist etwas härter als Kopfsalat. Auch schmecken sie meist kräftiger und lassen sich daher gut mit Nüssen, aber auch Apfel, Birne und Möhre kombinieren.

Bis zu Ernte tut der Feldsalat einen wichtigen Dienst für den Gartenboden. Noch vorhandener Stickstoff im Boden wird zum Wachstum der Pflanze genutzt und über den Winter nicht ausgewaschen. Feldsalat eignet sich deshalb auch als Gründüngung. Er bedeckt die Erde und verhindert Bodenerosion durch seine verzweigten Wurzeln. Feldsalat in Reihe gepflanzt ist pflegeleichter. Möchte man ihn gezielt als Gründüngung nutzen, ist auch eine breitwürfige Aussaat denkbar. Dann schneidet man zum Ernten immer wieder die größten Röschen heraus. Überwinterte Pflanzen blühen im Frühjahr und samen aus oder man sammelt die Samen für den nächsten Herbst.

 

 

(Bilder: Christine Scherer © Bayerische Gartenakademie an der LWG Veitshöchheim)

 

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an das Gartentelefon (0931/9801-3333) oder schreiben Sie eine E-Mail an bay.gartenakademie@lwg.bayern.de

Bilder und Text: © Bayerische Gartenakademie an der LWG Veitshöchheim, mit freundlicher Genehmigung

2021 – Gartentipp 35 – Dunkle Beeren im Trend

2021 – Gartentipp 35 – Dunkle Beeren im Trend

Dunkle Beeren besitzen durch ihre Inhaltsstoffe einen hohen Gesundheitswert. Jetzt reifen viele dieser Früchte im Garten, die roh oder verarbeitet genutzt werden können, wissen die Fachleute der Bayerischen Gartenakademie. Auch wenn manche recht herb schmecken, in Kombination mit milden Früchten wie Apfel, Birne und Zwetschge ergeben sie leckere Produkte.

Durch die Witterung in diesem Jahr reifen Brombeeren, Aronia, Holunder und Co. etwa ein bis zwei Wochen später als sonst.

 

Brombeeren

Die ersten blauschwarzen Früchte der Himbeer-Verwandten sind schon erntereif. Doch die dunkle Farbe allein sagt nichts über die Reife. Erst wenn sich die Beere ganz leicht, ohne zu reißen, von der Pflanze lösen lässt ist die schmackhafte Süße erreicht. Deshalb ist ein mehrmaliges Durchpflücken wichtig. Auch eine einzelne Pflanze liefert über mehrere Wochen ständig frische Früchte zum Naschen. Benötigt man für die Verwertung mehr Früchte, so lassen sie sich gut einfrieren.

Manche, vor allem ältere Brombeer-Sorten, besitzen teilweise sehr starke Stacheln, die das Ernten erschweren und deshalb nicht sonderlich beliebt sind. Doch längst auch sogenannte „dornenlose“, bei denen neuerer Sorten auch mit gutem Geschmack überzeugen. Es sind dies z.B. die frühreifende ‘Loch Tay‘ sowie ‘Loch Ness‘, ‘Asterina‘ und ‘Navaho‘. Alle bilden keine langen Ranken und lassen sich gut als Fächer am Spalier ziehen. Somit finden sie auch in einem kleineren Garten einen Platz.

 

Blaue Trauben

Ebenfalls an einem Spalier lassen sich Tafeltrauben ziehen. Mit einem kräftigen Schnitt im zeitigen Frühling, Pflegemaßnahmen während des Sommers und einer geeigneten Sorte lassen sich wohlschmeckende Trauben mit dunklen Beeren erzielen. Achten Sie auf die Widerstandsfähigkeit gegen Krankheiten. Die bekannte Sorte ‘Muskat Bleu‘ zeigt selbst in Jahren mit hohem Befallsdruck kaum Schädigungen durch Echten und Falschen Mehltau. Außerdem ist sie allgemein sehr robust und eignet sich auch für Standorte, die kein Weinbauklima aufweisen. Eine blaue kernlose Alternative ist ‘Venus‘.

 

Wildobst mit dunklen Früchten

In kleineren Gärten oder sogar in großen Kübeln findet man die Schwarze Apfelbeere oder Aronia. Die Früchte besitzen ein hohes Maß an sekundären Inhaltsstoffen, wodurch oft von ihr als „Superfood“ gesprochen. Erntet man die kleinen, fast schwarzen, kugeligen Beeren zu früh schmecken sie nicht sehr ansprechend (fad, sauer). Da jedoch kein Pilzbefall auftritt, kann man die Früchte noch hängen lassen bis sie beginnen leicht einzutrocknen. Dann nimmt der Zuckergehalt zu. Ein Rohgenuss der herben Früchte ist möglich, doch oft werden die Früchte zur Verwendung zu Fruchtaufstrichen und Säften mit milden Obstarten gemischt. Getrocknet eignen sich die stark färbenden Früchte auch im Müsli.

In großen Dolden hängen die Früchte des Schwarzen Holunders am Großstrauch oder kleinem Baum. Doch die Beeren dürfen nicht roh verzehrt werden. Vor allem als Saft oder Fruchtaufstrich finden sie Verwendung und in Mischung mit anderem Obst wird der Geschmack milder.

 

Ernte nicht ganz ungetrübt

Dunkle Früchte ziehen leider die Kirschessigfliege an und die Witterung tut das Übrige. Bei kühlen Temperaturen und hoher Luftfeuchte fühlt sich das Tier besonders wohl und schädigt durch die Eiablage sowie später durch den Larvenfraß reife und zunächst gesunde Früchte. Weitere Informationen im Umgang mit diesem Schädling finden Sie unter https://www.lwg.bayern.de/gartenakademie/gartendokumente/infoschriften/131844/index.php

 

 

(Bilder: Christine Scherer © Bayerische Gartenakademie an der LWG Veitshöchheim)

 

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an das Gartentelefon (0931/9801-3333) oder schreiben Sie eine E-Mail an bay.gartenakademie@lwg.bayern.de

Bilder und Text: © Bayerische Gartenakademie an der LWG Veitshöchheim, mit freundlicher Genehmigung

Ferienprogramm: Thema: Gärtchen in der Kiste

Ferienprogramm: Thema: Gärtchen in der Kiste

Erfolgreiches Ferienprogramm des OGV Harburg
Anfang August trafen sich 7 Kinder aus Harburg und Hoppingen auf dem Gelände des OGV.
Ziel war es, einen Minigarten in einer Kiste zu gestalten.
Kartons und Kisten wurden mit Erde befüllt. Dann ging es ans Auswählen der kleinen Pflanzen. Stecklinge und Ableger von Basilikum, Salbei, Minze und Petersilie, aber auch Walderdbeeren, Frauenmantel und andere Pflanzen standen zur Verfügung.
Entschlussfreudig wählten die Kinder ihre Bepflanzung aus, kennzeichneten diese mit Schildern und lernten dessen Verwendung kennen.
Dann begann der kreative Teil. Es wurden Wege und Sitzecken mit Bank, sowie Zäune und Eingangspforten gestaltet. Viele Naturmaterialien kamen dabei zum Einsatz.
Alle Kinder arbeiteten recht selbständig und hatten sichtlich Spaß.
Am Ende gab es eine Kostprobe der verwendeten Kräuter; in Kräuterlimonade und Kräuterquark. So können wir mit Stolz berichten: Das Ziel wurde erreicht.
Der Minigarten wird nun die Kinder bis zum Winter begleiten. Wir hoffen, dass die Kinder weiterhin Spaß daran haben werden.

2021 – Gartentipp 34 – Leere Beete wieder grün – Gründüngung

2021 – Gartentipp 34 – Leere Beete wieder grün – Gründüngung

 So langsam endet der Sommer. Manche Gemüse sind abgeerntet und hinterlassen leere Beetflächen. „Doch der Boden sollte nicht kahl und unbedeckt bleiben“, raten die Fachleute der Bayerischen Gartenakademie.

Bewährt hat sich die Pflanzung bzw. Aussaat von Herbstsalaten, Spinat, Feldsalat und Radieschen. Für größere Flächen eignet sich aber auch die Einsaat einer Gründüngung, die im Herbst und Winter die Beete bedeckt.

 

Die Gründüngung bringt Vorteile

Die Pflanzen begrünen die Beete und verbessern gleichzeitig den Boden. Sie beschatten ihn, schützen vor Erosion, Verschlämmung und Verkrustung. Durch den Bewuchs unterdrücken sie außerdem das starke Auftreten verschiedener Unkräuter. Noch im Boden vorhandene Nährstoffe werden durch die Gründüngungspflanzen gebunden und vor Auswaschung bewahrt. Tiefwurzelnde Pflanzenarten bewirken langfristig eine tiefgründige Bodenlockerung. Mit einer Gründüngung können Sie zugleich Humusgehalt und Bodenfruchtbarkeit erhöhen, Krümelstruktur und Wasserhaltefähigkeit verbessern sowie Bodenleben fördern.

 

Gründüngung im Spätsommer und Herbst

Säen Sie noch Ende August oder Anfang September Phacelia, Buchweizen, Gelbsenf, Ringelblumen und andere blühende Gründüngungsarten, so erfreuen sie uns bei einem langen und milden Herbst mit bunter Fröhlichkeit. Die Blüten sind zudem noch eine wichtige Nahrungsquelle in den letzten Monaten des Jahres für verschiedene Insekten.

Ölrettich, Winterzottelwicke und Inkarnatklee eignen sich ebenfalls zur Aussaat im September. Winterroggen, der besonders günstig für die Einsaat im Gemüsegarten ist, lässt sich sogar noch

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Anfang Oktober in den Boden bringen. Achten Sie im Gemüsegarten bei der Wahl der Grüneinsaat auf die Fruchtfolge. Verwenden Sie möglichst keinen Senf, Ölrettich und Raps, wenn Sie viel Kohl, Rettich oder Radies im Garten anbauen. Sie gehören zur selben Familie der Kreuzblütler.

Allgemein können winterharte Gründüngungspflanzen noch bis in den Oktober ausgesät werden. Sie bilden viel Grünmasse und teilweise verholzende Teile, die den Boden über den Winter schützen. Das Einarbeiten im Frühjahr ist dann jedoch oft schwierig. Die Pflanzenreste werden deshalb herausgerissen und kompostiert. Alternativ mähen Sie sie ab und graben die Flächen mit einem flach gehaltenen Spaten wenige Wochen vor der Beetnutzung um. Übrigens eignen sich Feldsalat, Winterportulak und Spinat auch als Gründünger. Säen Sie besser in Reihe und nicht breitwürfig, um noch Hacken und Jäten zu können. Je nach Bedarf können Sie Ihr Gemüse ernten. Nehmen Sie dazu immer wieder die größten Pflanzen, damit sie nicht zu dicht stehen. Der Rest wird im Frühjahr vom Beet entfernt oder flach eingearbeitet.

Frostempfindliche Gründüngungspflanzen, die durch die Kälte vertrocknet bzw. abgestorben sind, bleiben noch als Mulch auf dem Boden liegen. Pflanzenreste werden im Frühjahr eventuell abgerecht und kompostiert oder auch flach untergegraben.

Im Frühherbst arbeitet man Pflanzen grundsätzlich nicht ein. Die Verrottung setzt wertvolle Nährstoffe frei, die ausgewaschen werden könnten. Lediglich bei schweren Böden ist noch ein Umgraben im Dezember kurz vor dem Durchfrieren des Bodens möglich. Oder man lässt die Gründüngung einfach bis zum Frühjahr stehen.

 

 

(Bilder: Christine Scherer © Bayerische Gartenakademie an der LWG Veitshöchheim)

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