Obstbaumfreunde Harburg

1. Wer sind wir?

Wofür wir als ehrenamtliche Gemeinschaft stehen und was wir tun:

Fokus: Obstbäume auf städtischem Grund, um die sich sonst niemand kümmert

Ziele:
Erhalt dieser Bäume mit ihren Sorten und sukzessive Nachpflanzung dort, wo Lücken entstanden sind oder es sich in enger Abstimmung mit der Stadt anbietet.
1. Bestimmung unserer Bestandssorten
2. Nachpflanzung wertvoller, alter Sorten, besonders derer, die nur noch schwierig erhältlich sind.
3. Aufwertung des Bestands durch Auswahl von Sorten, deren Früchte gut schmecken und vielseitig verwertbar sind.
4. Auswahl möglichst robuster Bäume, die mit unserem Klima klarkommen.
5. Naturnaher Baumschnitt (Winter-/ Sommerschnitt) mit professionellem Werkzeug
6. Sorte des Monats im Mitteilungsblatt kurz beschreiben
7. Ausgewählte Beschilderung spezieller Obstbäume in enger Zusammenarbeit mit dem OGV Harburg
8. Förderung des Bewusstseins der Aspekte im Bereich Ernährung, Nachhaltigkeit, Artenvielfalt, Kulturlandschaft
9. Verwertungskonzepte: gelbes Band, Versteigerungen, Schulaktionen…
10. Sortenbeschreibungen auf der Internetseite des OGV

Möchten Sie mitmachen?
Wir suchen Helfer z.B. im Bereich:
Wildschutzanbringung
Baumscheibenpflege
Bewässerung von Jungbäumen
Schnittgutentsorgung
Jeder noch so kleine Handgriff zählt und ist versichert!

Der Obst- und Gartenbauverein steht für eine lebenswerte Zukunft im ländlichen Raum!

Haben auch sie Interesse?
Werden Sie Mitglied beim OGV!

2. Beschreibung der Obstbaumsorten

Topaz

Topaz

Ob z.B. auf Ausgleichsflächen der Stadt oder anderswo in Privatgärten des Harburger Stadtgebiets: Der Topaz hat einen waren Siegeszug hinter sich. Was macht ihn so beliebt? Dieser Apfel ist 1984 in Tschechien gezüchtet worden. Wegen seines Geschmacks findet er reichen Absatz für den Erwerbsanbau, besonders durch Biobauern. Wenige neuere Sorten gedeihen in Gärten, weil sie meisten aus dem Intensivanbau stammen, wo reichlich gespritzt werden muss. Vielerorts weisen Topaz-Bäume keinerlei...

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Roter Trierer Weinapfel

Roter Trierer Weinapfel

Im wasserreichen Boden nahe der Heroldinger Riedquellen steht noch ein vergreister Baum des Roten Trierer Weinapfels an einem Waldrand. Seit vielen Jahrzehnten trägt er regelmäßig und reichlich seine Saft- und Mostäpfel, die mitunter bis Dezember auf dem Baum hängen können. Im Landkreis gibt es noch relativ viele Bäume davon. Einem davon widmeten sich die Harburger Obstbaumfreunde am „Rennerspitz“ unweit der Burg in Richtung Schaffhausen. War das Exemplar schon sehr verkommen, ist durch einen...

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Rheinischer Winterrambur

Rheinischer Winterrambur

Nach und nach setzt sich die Erkenntnis durch, dass es oft Sinn macht, Baumschnitt im Sommer durchzuführen. Dass Süßkirschbäume oft nach der Ernte geschnitten werden, ist allgemein recht bekannt. Walnussbäume vertragen Sommerschnitt ebenfalls viel besser. Winterschnittwunden „weinen“ gern unmittelbar danach, was je nach Anzahl der Schnitte nicht nur bei Frost problematisch werden kann, sondern auch unnötigen Nährstoffverlust verursacht. Die Monate Juli und August sind am günstigsten, unter...

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Jakob Fischer

Jakob Fischer

Es war einmal ein Bauer – mehr ein Gärtner und Baumwart – der am Waldrand von Rottum, Kreis Biberach in Oberschwaben, einen wild aufgegangenen Apfelbaum fand und ihn auf sein Grundstück pflanzte. Das war 1903, als im Ries gerade die Bahnstrecke von Nördlingen nach Wemding fertiggestellt wurde. Erste Früchte trug der Jungbaum 1912. Eine Baumschule soll dabei gemerkt haben, dass es sich um eine besonders Sorte handelte. Tafelapfelqualität auf unveredelten Sämlingen ist sehr selten. Zu Beginn des...

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Gravensteiner

Gravensteiner

Stark eingewuchert in einer Hecke bei Heroldingen auf der Flur „Otterflecken“ fristete ein Apfelbaum sein Dasein – von Vögeln geschätzt, von Menschen vergessen. War es irgendein wild aufgegangener Sämling? Ein Rundgang mit dem Pomologen Hans-Thomas Bosch dort am Riesrand brachte bei nur spärlichem Fallobst Gewissheit: ein Gravensteiner! Mindestens zehn weitere Bäume dieser Sorte, die seit 1669 bekannt ist, sind bei einer landkreisweiten Apfelsortenermittlung Jahr registriert worden. Die...

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Geflammter Kardinal

Geflammter Kardinal

Als der Verfasser einmal einen Bestimmungskurs des renommierten bayerischen Pomologen Friedrich Renner besuchte, kam immer wieder die Sorte „Geflammter Kardinal“ zur Sprache. Lageräpfel davon wurden zur Veranschaulichung von Hand zu Hand gereicht. Wolfgang Subal, ein weiterer Pomologe, der während des Oettinger Apfelmarkts bereits zahlreiche Menschen mit der Bestimmung ihrer Apfel- oder Birnensorte beglücken konnte, fand in der Nähe von Huisheim einen Altbaum des Geflammten Kardinals und...

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Florina

Florina

Nicht nur der Harburger Obst- und Gartenbauverein schätzt den Apfelbaum Florina, wie er in so manchem Garten für Freude, aber auch manches Kopfkratzen sorgt. Seit 1977 wird die sortengeschützte Florina gehandelt und hatte ursprünglich die Zuchtbezeichnung „Querina“. Entstanden ist sie aus einer Mehrfachkreuzung von fünf Apfelsorten, darunter Golden Delicious, der in so vielen modernen Sorten eingekreuzt ist. Jonathan ist für die Rotfärbung verantwortlich. Die Leute essen die Äpfel direkt oder...

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Alexander Lucas

Alexander Lucas

Ca. 1985 gab es in Heroldingen eine Initiative, bei der sich ein späterer Harburger Stadtrat besonders darum bemühte, Obstbäume im alternden kommunalen Bestand nachzupflanzen. Eine Schar Dorfbewohner setzte verschiedene Apfel- und u.a. auffällig viele Pflaumen- und wenige Sauerkirschbäume. Weiter wurden einige Birnbäume gepflanzt, darunter meistens die allgemein empfohlene Sorte Alexander Lucas. Mit den Jahren stellte sich heraus, dass die Fruchtqualität zu wünschen übrigließ. Es bildeten sich...

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Schneiderapfel

Schneiderapfel

Für Ausgleichsflächen werden oftmals etliche Obstbäume auf irgendwelche Flächen gepflanzt. Doch um die spätere Pflege und Fürsorge für die Bäume ist es häufig sehr schlecht bestellt. Die Stadt Harburg stemmt sich gegen diesen Trend, indem besonders die Obstbaumfreunde ein Auge darauf werfen. Darunter befinden sich Leute aus dem Stadtrat, dem Obst- und Gartenbauverein und sonstige Akteure. Speziell eine Fläche bei Spielberg nahe Mauren sowie eine weitere an der zentralen Kläranlage der Stadt...

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Oberdiecks Renette

Oberdiecks Renette

  Der deutlich kleinere Nachbarbaum des Kugelapfelbaums bei Mauren an der Straße Richtung Ebermergen ist eine Oberdiecks Renette, wie sie um 1850 in Cannstatt (heute Stuttgart – Bad Cannstatt) gefunden worden ist. Wirkte in Bayern im vorigen Jahrhundert mit Korbinian Aigner ein berühmter, katholischer „Apfelpfarrer“, so gab es im Raum Hannover mit Johann Georg Conrad Oberdieck einen ähnlich veranlagten lutherischen Geistlichen (1794 – 1880). Offensichtlich faszinierte beide dieser Bereich...

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